Jubilar mit modernem Image

Treue Mitglieder zeichnete der Frauenbund Fichtelberg an seinem 60. Geburtstag aus (von links, vordere Reihe): Gerda Zach, Irma Wolf, Elsa Lautenbacher, Babette Kastl, Vorstandsmitglied Petra Markhof und Bezirksvorsitzende Marlen Schnurbus; (hintere Reihe): Diözesanvorsitzende Karin Schlecht, Vorsitzende Karin Müller, Stellvertreterin Heidi Lechner und Vorstandsmitglied Barbara Reichenberger. Bild: gis
Lokales
Fichtelberg
23.10.2014
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60 Jahre und kein bisschen leise, dafür aktiv und umtriebig. Das ist der Katholische Frauenbund Fichtelberg. Mit seiner jungen Vorstandschaft will er zwar lieb gewordene Traditionen weiterhin pflegen, aber auch neue Wege gehen.

Wege - vertraute, steinige, kurvige, überraschende, einsame - und die Bitte um Gottes Begleitung waren zentrales Thema des Dankgottesdienstes, gestaltet von der Gruppe "Look up", Martina Nickl, Gesang, und Werner Krug an der Orgel. Ortspräses Pfarrer Josef Fischer gratulierte nicht nur zum Jubiläum, sondern auch zum optimalen Gelingen des Vorstandwechsels im vergangenen Jahr, gemeistert in gutem Miteinander.

Lebendiger Verband

Aus einer kleinen Gruppe entstanden ist der Jubilar längst zum lebendigen Verband geworden, "ohne den der Ort wohl um einiges ärmer wäre", blickte Vorsitzende Karin Müller bei der Geburtstagsfeier im Pfarrheim (Musik von Horst und Anna) zurück. Lob und Dank gab es von allen Seiten für die bewegte Geschichte mit kontinuierlicher, verantwortungsbewusster Vereinsarbeit.

In einer "Hymne", zelebriert von Frauenbundfrauen, erfuhren die überaus zahlreichen Gäste, worum es den Frauen damals ging und heute geht, dass sie nicht nur auf die drei "K" (Kinder, Kirche, Küche) reduziert sind , sondern ihrer neuen, veränderten Rolle gerecht werden. Allerdings "fernab von egoistischem Selbstverwirklichungsdenken, sondern im Kümmern, Beistand und Engagement für Kirche und Gesellschaft", wie es Bezirksvorsitzende Marlen Schnurbus in ihrer Gratulation deutlich formulierte.

Dass der "aktive Verband mit seinem modernen, aufgeschlossenen Image mit bundesweit über 200 000 Mitgliedern nicht stehen bleibe, sondern sich ständig weiterentwickle, streitbar und frauenbewegt" sei, erfuhr die Festversammlung einmal mehr von Diözesanvorsitzender Karin Schlecht. "Und wir haben einen langen Atem", sagte sie, "vor allem, wenn es darum geht, dass in der Kirche nicht nur Demut und Hilfstätigkeit der Frauen gesehen werden, sondern dass, wie in der Urkirche, Schwestern und Brüder auch im pastoralen Dienst in gerechter Gleichwertigkeit anerkannt werden. Zu den bedeutendsten Zielen des KFB zähle auch, die Bildung, vor allem die Persönlichkeitsbildung, zu unterstützen und Frauen in allen Lebenssituationen zu begleiten.

Eine zukunftsorientierte Glanzleistung nannte Kirchenpfleger Hans Bauer das Wirken des Jubelvereins, dem zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser für 60 Jahre zum Wohl der Gemeinde herzlich dankte und mit dem Bergmannsgruß "Glück auf" gratulierte. Einen Granitstein als Symbol für "ewiges Halten" hatte Paul Lichtblau von der Bergwacht mitgebracht.

Meistens Mann im Spiel

Was aber im Verein während des Jahres wirklich abgeht, hatte Frauenbundfrau Anja Hornung-Zahn mehr oder weniger augenzwinkernd dokumentiert, vom Hochsitz aus streng beobachtet von ihrem Frauenbundfrau-Mann Ulrich, der sich über manche Gepflogenheit so seine Gedanken machte und vor allem darüber, dass seltsamerweise auch meistens ein Mann mit im Spiel war ... .
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