Kristall AG stellt Fichtelbergern ihre Pläne für die neue Therme vor
Gesundheit soll Leben bringen

Lokales
Fichtelberg
23.10.2014
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Selten war ein CSU-Bürgerinfoabend so gut besucht. Die Aussicht, mehr über den Neubau der Therme zu erfahren, ließ die Fichtelberger am Dienstag ins Museo strömen. Der Vorstandsvorsitzende der Kristallbad AG, Gerd Bittermann, war gekommen, um die Pläne vorzustellen, die er vergangene Woche im Rathaus präsentiert hatte.

Dabei räumte er ein, dass die Planung nicht abgeschlossen sei. In der Eile seien zum Beispiel Planschbecken für Kinder vergessen worden. "Die wird es aber sicher wieder geben", versprach er. Wegfallen muss ein ursprünglich geplantes Schwimmbecken. Das hänge auch mit den Streitigkeiten zusammen. 2013 habe die EU einen Fördertopf endgültig geschlossen, dieses Geld fehle nun. Gemeinderat Sigmund Langner verwies auf die Bautafel an der Ruine: "Dort kann man nachlesen, was möglich gewesen wäre."

Bittermann wollte nicht über verpasste Chancen, sondern über die Zukunft sprechen. In der sah er "eine lichtdurchflutete Therme", die sich an der Grundfläche der alten Therme orientiert. Auf Nachfrage stellte er klar, dass Kinder in der Therme ausdrücklich willkommen sein werden. "Das ist ja nicht überall so."

Der Schwerpunkt soll beim Gesundheitstourismus liegen: Bittermann nannte die Stichwörter Radon und Rheuma. Außerdem eigne sich das Angebot zur Behandlung von Hauterkrankungen von Neurodermitis. Ferner richte sich das Angebot an alle, die Entspannung suchen, betonte Bittermann und verwies auf "zwei Megasaunen", die das Angebot abrunden.

Abhängig von der Auslastung des therapeutischen Bereichs erwartet Bittermann zwischen 40 und 60 Arbeitsplätze für die Region. Keine konkrete Aussage wollte der Geschäftsführer zum Träger und der Rechtsform der neuen Therme machen. Er verwies lediglich auf den bestehenden Vertrag. Zu einer Erweiterung sagte er, dass diese Chance vertan sei. Eine spätere Vergrößerung sei aber nicht ausgeschlossen.

Der Geschäftsführer sprach auch Probleme an, etwa die Abluft des Radonbereichs. "Radongase dürfen nicht in die anderen Bereiche des Bads." An einer Lösung arbeite die Kristall AG mit den Behörden. Offen ist auch die Energieversorgung. "Es gibt Angebote", erklärte Bittermann. Er verwies auf eine mögliche Gasanbindung, eine Nutzung des Fichtelsees oder ein Blockheizkraftwerk. Zu den offenen juristischen Streitigkeiten gab sich Bittermann gelassen: "Wir blicken in die Zukunft, die Streitigkeiten werden beim OLG Bamberg ausgetragen."

Bis Weihnachten 2015 sollen die Schwierigkeiten vergessen, die Therme geöffnet sein. Nicht im Weg stehen will dem der Landrat: Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser erklärte, dass Hermann Hübner bereits versprochen habe, der Bauantrag werde schnellstmöglich bearbeitet.
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