Kristalltherme soll funkeln

Lokales
Fichtelberg
21.05.2015
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Die Kristalltherme ist fertig, wenigstens in Heinz Steinharts Plänen. In Bischofsgrün gewährte der Bäderbetreiber einen Einblick und sparte nicht mit markigen Worten.

Beim Abend des Tourismus' der Fichtelgebirgsgemeinden präsentierte Heinz Steinhart einen funkelnden Ausblick. Der Bäderbetreiber sprach als Gastredner von der Fichtelberger Kristalltherme der Zukunft: 40 000 Kilogramm Edelsteine und Halbedelsteine habe er zur Dekoration bereits eingekauft.

Kurz nachdem der Hauptanteilseigner der Kristall AG seine Pläne dem Fichtelberger Gemeinderat vorgestellt hatte, gab er bei der Versammlung in Bischofsgrün einen Einblick: "In vier Wochen sind wir soweit", verkündete er nach einem Rückblick auf drei Jahre voller Streit mit Gemeinde und Versicherung. Gutachter seien derzeit auf der Baustelle. Die Versicherung vertrete immer noch den Standpunkt, dass nicht abgebrannte Teile der Therme noch genutzt werden können.

Keine Kinderattraktionen

Wenn alle Hindernisse ausgeräumt seien, soll die Therme den Gesundheitstourismus ankurbeln. "Der Urlaub muss ein Gesamterlebnis sein", so der Bäderkönig. Er versprach einen Anstieg der Übernachtungszahlen. "Wir helfen, Ihren Umsatz um 30 bis 40 Prozent zu steigern." Radon, Natron und Sole, eine große Sauna für 220 Personen und eine Poolbar als Ort der Begegnung sollen Gäste locken. Steinhart setzt auf Hildegard von Bingen und Edelsteine. Die habe er in Sao Paulo eingekauft. "Es wird ein Schmuck- und Schatzkästchen". Aber nicht unbedingt für Kinder. Das Wellnessgefühl soll nicht unter Lärm leiden. "Deshalb wird es keine Rutschen geben. Zum Schwimmenlernen eignen sich die Solebecken."

Im Energiekonzept sind Wärmetauscher, die Einbindung der eigenen Energieerzeugungsgesellschaft, ein Anschluss ans Gasnetz oder alternativ Hackschnitzel möglich. Die neue Therme will Heinz Steinhart in Etappen eröffnen. Im bevorstehenden Winter den Saunabereich, wenn auf dem bestehenden Bestand aufgebaut werden kann und muss. Die Gesamtbauzeit für die Therme gab er mit zwölf Monaten an.

Fichtelgebirgskrimi

Ferdinand Reb von der Tourismuszentrale informierte über die Pläne der Gesamtregion. Er möchte Filmproduktionen ins Fichtelgebirge bringen. Zwei Fichtelgebirgskrimis, "Man muss über Leichen gehen" und "Grenzfälle", mit Drehorten von Hof bis Marktredwitz seien in Vorbereitung. Ein Ziel ist es auch, die durchschnittliche Verweildauer der Gäste zu erhöhen. Bislang bleibt der Durchschnittstourist 2,4 Tage. Zur kommenden Wintersaison wird der Gipfelbereich der Südabfahrt des Ochsenkopfs beschneit, Anfang August wird der "Alpine Coaster" eröffnet und am 19. Juni die Ochsenkopfschanze K30. Dass das Fichtelgebirge mehr Attraktionen braucht, belegte Bischofsgrüns Bürgermeister Stephan Unglaub. Die Übernachtungszahlen in den vier Kommunen sanken 2013 auf 2014 von 327 413 auf 315 613. Ein zweistelliges Minus bedeutete der nicht vorhandene Winter 2013/14.
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