Neue Therme bis Dezember 2015

Lokales
Fichtelberg
18.10.2014
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Wenn alles gut läuft, alle mitmachen und keine Querschüsse kommen, dann gibt es für Fichtelberg ein schönes Weihnachtsgeschenk 2015: Eine neue Therme.

Die Entwurfsplanung dafür stellte am Freitagnachmittag Gerd Bittermann vor. Der Vorstandsvorsitzender der Kristall Bäder AG reiste extra aus Stein bei Nürnberg an, um die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates zu informieren.

Der Zeitplan für den Wiederaufbau ist eng gesteckt: Schon zur Gemeinderatssitzung am 28. Oktober soll eine Bauvoranfrage auf dem Tisch liegen. Wird diese akzeptiert, erarbeitet die Kristall Bäder AG bis zur Dezembersitzung den Bauantrag. Für die Genehmigung durch das Landratsamt wird ein Zeitraum von drei Monaten kalkuliert. In der Zwischenzeit werden die nicht mehr benötigten Betonteile der Therme abgebrochen, die Ausschreibungsunterlagen fertiggestellt und die Grünanlagen der Therme in Angriff genommen.

Ein optimaler Verlauf sieht den Spatenstich im Frühjahr vor und zu Weihnachten soll Eröffnung gefeiert werden. "Ein Dreivierteljahr ist möglich, wenn alles stimmt", zeigte sich Gerd Bittermann sicher.

Neuer Name

Betreiber soll dann nicht mehr die Kristall-Radon-Sole Therme mit Saunalandschaft GmbH sein, sondern die "Kristall Therme und Gesundheitszentrum Fichtelberg GmbH". Mit der Namensänderung wird der neuen Ausrichtung Rechnung getragen. Die Therme gliedert sich künftig in die Elemente Gesundheit, Therme und Sauna.

"Ein Highlight", so Gerd Bittermann, ist die Baukonstruktion. Ein 14 Meter hohes Glaskuppeldach wird nicht nur die Sonne einfangen. Sie wird den Bau dominieren und dem Ort einen neuen Blickfang geben. Unter der Kuppel wachsen Bäume.

Die Therme erhält mit ihren vier Becken im Radonbereich mit unterschiedlichen Wassertemperaturen und abgestufter Radon-Konzentration zur Rheumabehandlung ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Deutschland. "Wir wollen hier zu einem deutschen Rheumazentrum auf Privatbasis weiterwachsen", heißt es von Seiten der Kristall Bäder AG.

Zwei Mega-Saunen

Zum Gesundheitstourismus zählt gleichzeitig der Therapiebereich mit Sole-Thermal-Heilwasser und Natron. Vier Becken mit unterschiedlicher Konzentration wirken zusammen mit dem UV-Licht der Höhenlage gegen Hautprobleme und Neurodermitis. Umgestaltet wird der Saunabereich. Statt der bisherigen Sauna-Häuschen sind zwei Mega-Saunen für je 150 bis 200 Besucher vorgesehen.

Mit der neuen Therme werden steigende Besucherzahlen erwartet. Sie sollen von bisher durchschnittlich 170 000 auf 250 000 pro Jahr steigen. Keine Aussage traf Gerd Bittermann zur Finanzierung. Hier sollen erst die Verhandlungen mit der Versicherung abgewartet werden. Der Neubau wird sich an den Dimensionen der abgebrannten Therme orientieren und nicht größer werden. Ein Bauvolumen von 26 500 Kubikmetern ist errechnet. Die Wasserflächen addieren sich auf 600 Quadratmeter.

Bürgermeister Georg Ritter unterstrich: "Es ist im Sinne von Fichtelberg, so schnell wie möglich wieder zu einem Bad zu kommen."
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