Rallye-Team des MSC Fichtelberg bei der Mossandl-Rallye des MSC Mamming erfolgreich
Gesamtsieg zum Saisonfinale

Auf Schotterpisten zum Ziel. Große Anforderungen an Piloten und Material stellte die Piste bei der Mossandl-Rallye. Das Kulmainer Team, das mittlerweile für den MSC Fichtelberg fährt, holte im Audi Quattro den Sieg.
Lokales
Fichtelberg
26.11.2014
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Beim Saisonfinale der deutschen NAVC-Rallyemeisterschaft konnten Heike und Richard Bäumler endlich wieder an den letzten Gesamtsieg bei dieser Rallye von 2011 anknüpfen.

Nach einer Saison mit eher mäßigen Platzierungen ging das Rallye-Team aus Kulmain, das mittlerweile für den MSC Fichtelberg fährt, an den Start zur Mossandl-Rallye des MSC Mamming.

Nach Ausfällen 2012 und 2013 wegen Getriebeschaden reiste das Team mit sehr gemischten Gefühlen nach Mamming. Dieses Jahr war in erster Linie "ankommen" die Devise.

90 Prozent Schotter

Der MSC Mamming hatte wieder tolle Wertungsprüfungen mit über 90 Prozent Schotteranteil auf und um das Gelände der Firma Mossandl vorbereitet, die es zu meistern galt. Das Team Bäumler ging mit seinem betagten Audi Quattro in der Klasse 11 (Allrad-Tourenwagen ab 200 PS) an den Start und fand sich wie so oft in den vergangenen zwei Jahren in einem Starterfeld von hochkarätigen Renngeräten wie Subaru Impreza und Mitsubishi Evo wieder.

Nachdem man in WP1 und 2 mit mangelnder Leistung auf Grund eines verölten Verteilers zu kämpfen hatte, fand man sich nach den Zwischenzeiten trotzdem auf Rang drei wieder. Auf der etwa neun Kilometer langen WP3 hatte der Audi dann wieder seine volle Leistung und die sehr schnellen Schotterpassagen wurden mit Spitzengeschwindigkeiten jenseits von 180 km/h gemeistert. Bis dahin hatte das Team aber noch nicht das Gefühl, besonders schnell gewesen zu sein. Das änderte sich aber im Fahrerlager schlagartig, als bei der Zwischenzeit bekannt wurde, dass das Team hier WP-Bestzeit vor Jürgen Bachhäubl/Sabrina Stuiber auf Mitsubishi Evo fuhr. Auf einmal war in der letzten WP mit nur mehr drei Sekunden Rückstand auf Bachhäubl eine Siegchance in greifbare Nähe gerückt.

Jetzt galt es, alles auf eine Karte zu setzen. Mit dem Gedanken eines möglichen technischen Defekts im Hinterkopf musste das Team möglichst schnell und Material schonend den Audi über die letzten neun Kilometer ins Ziel bringen und dabei noch die fehlenden drei Sekunden herausfahren, was dank einer sehr beherzten Fahrweise auch gelang.

Fünf Sekunden Vorsprung

Nach der offiziellen Zeitauswertung war es dann amtlich. Das Team Richard und Heike Bäumler holte den Gesamtsieg der Mossandl-Rallye 2015 mit fast fünf Sekunden Vorsprung vor Jürgen Bachhäubl. Bei der Siegerehrung wurden dann die Pokale für den Klassensieg und die sehr begehrten Gesamtsieg-Pokale in Form eines Drei-Liter-Weizenbierglases entgegengenommen. Das Team freute sich sehr darüber, mit einem eigentlich technisch unterlegenen Auto doch noch einen Sieg einfahren zu können und blickt nun zuversichtlich auf die kommende Saison.
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