Spuren des Auerhahns

Prof. Dr. Volker Zahner, Dozent für Wildtiermanagement an der Hochschule Weihenstephan und Sebastian Klinghardt vom Forstbetrieb Fichtelberg zeigen den Teilnehmern Spuren des Auerhahns. Bild: Manfred Hertel
Lokales
Fichtelberg
19.05.2015
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Studenten der Hochschule Weihenstephan nahmen an einer Exkursion im Fichtelgebirge teil, um den Lebensraum des Auerhahns kennenzulernen und das Tier ausführlich zu studieren. Dabei begleiteten sie Experten.

20 Studenten der Hochschule in Freising besuchten mit Prof. Dr. Volker Zahner das Fichtelgebirge. Die Exkursion ist Teil ihrer Ausbildung zum Förster. Unter fachkundiger Führung lernten sie die Lebensräume der scheuen Auerhühner kennen und konnten mit den Experten des Forstbetriebs Fichtelberg über gezielte Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung dieser seltenen Vogelart diskutieren.

Waldtier-Management

Trotz Gewitter, Donnergrollen und Regenguss waren die Studenten aus Freising mit ihrem Dozenten für Wildtier-Management auf den Höhen des Fichtelgebirges unterwegs. Zwischen Schneeberg und Silberhaus sowie auf der Königsheide untersuchten sie die Lebensräume der Auerhühner, fanden ihre Spuren und Hinterlassenschaften. Experten des Forstbetriebs Fichtelberg informierten die Teilnehmer dabei über alle Facetten des Auerhuhn-Managements im Fichtelgebirge. "Wir sind stolz, dass in unseren Wäldern diese Vogelart vorkommt", betonte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg bei der Begrüßung der Gäste. "Und wir wollen nach Kräften dafür sorgen, dass auch in Zukunft ausreichend Lebensräume für die Auerhühner im Fichtelgebirge vorhanden sind.

Dafür arbeiten wir gerne mit Ornithologen und Experten aller Fachrichtungen zusammen." Ihr Hauptverbreitungsgebiet haben die Auerhühner in den lichten Taiga-Wäldern Skandinaviens und Nordrusslands sowie in den Alpen. Dort wachsen die Baumbestände von Natur aus so licht, dass am Boden reichlich Heidelbeersträucher gedeihen, von denen sich die Hühnervögel hauptsächlich ernähren. Im Fichtelgebirge dagegen müssen die Wälder im Rahmen der Forstwirtschaft gezielt ausgelichtet und gepflegt werden, um derartige Strukturen auf großen Flächen zu schaffen und zu erhalten.

"Gerade der Auerhahn ist ein schönes Beispiel, dass Naturschutz und Forstwirtschaft keine Gegensätze sind, sondern sich oft ergänzen, um Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten zu schützen und zu gestalten", erklärte Winfried Pfahler.
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