Tourismus-Zahlen im Fichtelgebirge steigen stetig an - Verstärkte Aufmerksamkeit für Tagesgäste
Längst kein Geheimtipp mehr

Rund 85 000 Besucher zählte der Wildpark Mehlmeisel seit seiner Eröffnung vor knapp eineinhalb Jahren. Er ist vor allem auch für Familien von sehr beliebtes Ausflugsziel. Bild: gis
Lokales
Fichtelberg
19.08.2015
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Der Tourismus im Fichtelgebirge wächst und gedeiht. Nicht nur die Vermieter freuen sich über diesen Aufwärtstrend, auch viele Betriebe profitieren davon. Das haben der Vorsitzende der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Landrat Hermann Hübner, und Geschäftsführer Werner Reb anhand eines immensen Zahlenwerks verdeutlicht. Der Tourismus hat eine große Bedeutung als Wirtschaftszweig, "eine ganze Kette ist von ihm abhängig", wie der Landrat betonte.

Vorgestellt wurde die Halbjahresbilanz und die neue Wertschöpfungsstudie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr, die die TZ alle drei Jahre in Auftrag gibt. Demnach bringt der Tourismus (die Städte Bayreuth und Hof eingeschlossen) knapp 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Davon profitiert mit etwa 41 Prozent das Gastgewerbe, mit 39 Prozent der Einzelhandel und mit 20 Prozent die Dienstleister.

Ankommen, übernachten

537.725 Übernachtungen und 226.905 Gästeankünfte konnte das Fichtelgebirge im ersten Halbjahr 2015 verbuchen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 3,4 Prozent mehr an Übernachtungen und 5,3 Prozent mehr Gästeankünften. Die Zahlen betreffen Betriebe mit mehr als zehn Betten, Privatbetriebe mit weniger Betten werden nur jährlich erfasst.

Bei einem kühlen Fichtenspitzen-Sirup-Drink auf geeisten Johannisbeeren und Süßem und Deftigem vom "essbaren Fichtelgebirge" - einem Pluspunkt im regionalen Tourismus - informierten im Wildkräuterhotel Schönblick Vorsitzender und Geschäftsführer über die erfreuliche Entwicklung im ersten Halbjahr, in dem jeder Monat Steigerungen brachte.

Spürbar gewachsen ist die Zahl der Radtouristen. Einfluss auf die Zahlen hatten neben dem besseren Winter, auch die Kegel-WM in Speichersdorf, der erste deutsche Mountain-Bike- Kongress und die Bayernrundfahrt im Fichtelgebirge, listete Reb auf, dem der Landrat eine gute Arbeit bestätigte.

Ziel sei es auch, die Aufenthaltsdauer von nach wie vor 2,4 Tagen durch entsprechende Angebote und Verbesserung der Infrastruktur zu verlängern. 90 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland, je ein Drittel davon aus Bayern, Sachsen/Thüringen und Berlin. Die Zahl der Berliner Gäste steigt ständig an, hieß es - vielleicht auch aus einem nostalgischen Gefühl heraus: Die Großeltern wollen den Enkeln zeigen, wo sie früher Urlaub machten.

Besondere Attraktionen

Verstärkt will man sich künftig um die zahlreichen und deshalb viel Umsatz bringenden Tagesgäste kümmern. "Der Tourismus im Fichtelgebirge ist nach der Industrie der zweitgrößte Erwerbszweig", betonte Reb, und der Landrat fügte hinzu, dass Investitionen in Millionenhöhe getätigt wurden: So sind unter anderem der schneefest gemachte Ochsenkopf, die neue Sommer-Rodelbahn, die noch in dieser Woche eröffnet wird und der Wildpark in Mehlmeisel ganz besondere Attraktionen.
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