Viel verbrannte Erde

Lokales
Fichtelberg
08.10.2014
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Die Gemeinde Fichtelberg und Bäderkönig Heinz Steinhart bleiben vereint. Das Oberlandesgericht Bamberg erklärte die Kündigung der Verträge für unwirksam. Von einer Liebesbeziehung kann aber weiter keine Rede sein. Steinhart nutzte das Urteil zu einer General-Abrechnung.

"Das Teilurteil beweist die Rechtswidrigkeit der Beschlüsse des ehemaligen Gemeinderates unter Führung des damaligen Bürgermeisters José-Ricardo Castro-Riemenschneider. Wenn ich das Elend sehe, dass dieser Mensch mit seinen Vasallen in Fichtelberg verursacht hat, ist meine Freude über das jetzige Urteil gedämpft", sagte Heinz Steinhart in einer Stellungnahme gegenüber dem "Neuen Tag".

Zudem bedauere er die Naivität vieler Fichtelberger, die diesem "skrupel- und gewissenlosen Handeln so lange zusahen und dem Geld- und Zukunftsvernichter teilweise noch heute zujubeln". In seiner Stellungnahme listet Steinhart auch die Schäden auf, die der "eitle Narziss im blinden Hass" der Gemeinde zugefügt habe.

Förderung verballert

"250 000 Euro Schadenersatz an den Insolvenzverwalter durch die rechtswidrige Begünstigung von Dr. Walter Lipke beim Zeltlagerring. Sechs Millionen Euro Förderung durch den Freistaat verballerte Riemenschneider durch das Vernichten unserer Ausbaupläne zu einem touristischen Magneten. Die Gemeinde zahlt heute noch an 350 000 Euro Schulden, die sie rechtswidrig für die unnütze Planung von Dr. Lipke ausgab, obwohl dieser die Kosten nach den Ausschreibungsbedingungen hätte selbst übernehmen müssen. Des weiteren muss die Gemeinde neben den eigenen Gerichts- und Anwaltskosten auch die der Kristall GmbH bezahlen. Zudem muss Fichtelberg für die Schäden aufkommen, die durch die Verhinderung eines raschen Wiederaufbaus entstanden sind. Daneben raubte sie den Menschen die wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft." Als größten Clou zum Nachteil der Kommune bezeichnet Steinhart den Betrugs- und Untreueversuch Castro-Riemenschneiders, als er zunächst der Kristall-GmbH eine Mitschuld am Brand andichten wollte. Nachdem klar gewesen sei, dass die Versicherung nur an Steinhart zahlt, habe der ehemalige Bürgermeister versucht, den Wiederaufbau zu verhindern. "Sein Ziel war, dass in Fichtelberg nie mehr eine Therme entsteht", folgert der Bäderkönig in seiner Stellungnahme weiter.

Er werde beharrlich dran bleiben, "sämtliche Schandtaten dieses angeblich frommen Menschen" aufzudecken. Er wolle der Gemeinde helfen, "diesen Menschen für seine rechtswidrigen Handlungen haftbar zu machen". Fichtelberg sei katastrophal verarmt, was bei diesem Immobilienbesitz auf eine riesige Geldvernichtung zurückzuführen sei. "Aber einer ist durch Castro-Riemenschneider zum vielfachen Millionär geworden: Dr. Walter Lipke profitierte vom günstigen Kauf der Baracken und der rentablen Vermietung an den Freistaat zur Unterbringung der Sinti und Roma."

Keine Schulden mehr

Steinhart führt weiter aus, dass der Schadenersatz, den die Gemeinde für ihr rechtswidriges Handeln bezahlen müsse, weitaus höher anzusiedeln sei, als irgendeine Forderung gegenüber der Kristall GmbH. "Wer jetzt noch behauptet, wir würden der Gemeinde etwas schulden, sollte sich schnellstens medizinisch untersuchen lassen." (Reaktion)
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