Kann die Kristall-Therme an Weihnachten 2015 eröffnet werden?
Langer Weg zum Bad

Wirtschaft
Fichtelberg
22.04.2015
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Eröffnung der Kristall-Therme Weihnachten 2015: Vor ein paar Monaten klang die Prognose der Planer zu schön, um wahr zu sein. Heute wirkt sie beinahe naiv - so viele Hindernisse liegen nach wie vor im Weg.

Für den gestrigen Mittwoch hatte das Oberlandesgericht Bamberg ein Urteil im Rechtsstreit zwischen Gemeinde und Kristall AG angekündigt - um den Termin dann kurzfristig wieder abzusetzen. Begründet hat dies das Gericht mit der Komplexität des Falls, und keiner würde da widersprechen wollen - worüber genau Gemeinde und Badbetreiber streiten, ist einem Laien kaum zu erklären, wie die beiden Parteien nach dem Urteil gemeinsam das Bad wieder aufbauen wollen, ist nur wenig leichter zu verstehen. Am Donnerstag, 30. April, 8.45 Uhr will das Gericht nun seine Entscheidung bekanntgeben. Ob die Bamberger Richter dann das letzte Wort in dem Fall sprechen, ist ohnehin unsicher. Bäderchef Heinz Steinhart hat schließlich einmal angekündigt, bis zum Bundesgerichtshof zu gehen, um Recht zu bekommen.

Rechtstreit mit Gothaer Versicherung

Sollten sich die Parteien tatsächlich zusammenraufen, wäre da noch ein dritter Akteur, der derzeit quer schießt: die Gothaer Versicherung. Mit der befindet sich die Kristall GmbH ebenfalls in einem Rechtsstreit um die Auszahlung der Versicherung für die abgebrannte Therme. Ein neuer Verhandlungstermin steht für diesen Rechtsstreit nicht fest. Bis 30. Mai haben die Parteien Zeit, sich zur letzten Verhandlung zu äußern. Und dann ist da noch der Bauantrag für den Neubau. Der Gemeinderat segnete ihn in einer außerordentlichen Sitzung am 19. Januar ab, das Landratsamt versprach schnelle Bearbeitung. Bislang ist allerdings nicht viel mehr passiert. Der Sprecher des Landratsamts, Herbert Retzer, verweist auf eine ganze Menge für die Genehmigung grundlegender Unterlagen, die dem Amt noch nicht vorliegen. "Erst vergangene Woche haben wir Bauherrn und Planer nochmals schriftlich daran erinnert." Einer lässt sich seinen Optimismus nicht nehmen. "Wir sind auf einem guten Weg", ist Bürgermeister Georg Ritter sicher.
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