20. Sautrogrennen am Fischerfest
Männer im Fluss, Fische im Wasser

Abgesoffen: Beim Sautrogrennen geht es richtig zur Sache, doch der Spaß stand für alle im Vordergrund. Bild: bgm (2)
Freizeit
Floß
27.07.2016
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Das Wasser spritzt in Fontänen, die Zuschauer johlen, und die Teilnehmer paddeln in ihrem Sautrog fest entschlossen dem Wendepunkt entgegen - oder sie machen unter Wasser Bekanntschaft mit den Fischen.

Beim 20. Sautrogrennen am Fischerfest wird mancher Holzbottich zum U-Boot und manches Paddel zum Enterhaken für das gegnerische Boot. "Das ist Spaß", sagt Artur mit einem breiten Grinsen. Er ist mit Björn im Team. Der Armenier, der seit zwei Jahren in Floß lebt, ist mit Björn als internationales Team angetreten. "Wir sind beide das erste Mal mitgefahren. Das war super", freut sich Björn, dem noch Schlammreste vom Weihergrund am Körper kleben.

Paddeln und Platschen


"Die haben uns gleich von Anfang an runtergerissen", ruft Matthias Vrhovec, Jugendmitglied des Fischereivereins, in Richtung Artur und Björn. Er startete mit Christian Sommer in Sautrog Nummer zwei. "Es steht mehr der Spaß im Vordergrund." Auf den Wettkampf hat er sich gleichwohl penibel vorbereitet: "Am besten setzt sich einer hinten rein und balanciert es aus", erklärt Vrhovec. Der zweite Paddler müsse sich dann vorsichtig im vorderen Bereich des wackeligen Bootes niederknien. Seine Technik bleibt beim direkten Duell mit der siegeshungrigen Konkurrenz dann aber doch eher graue Theorie. Zur Not schieben manche Teilnehmer ihren Partner schon mal im Gehen durch das brusttiefe Gewässer. Nach dem vermuteten Abschneiden gefragt, sagt Björn: "Ich schätze mal Dritter oder Vierter. Aber darum geht es ja nicht, es ist einfach nur Spaß." Mit dem vierten Platz von sechs teilnehmenden Mannschaften lag er richtig. Bei einem Zuschauervotum über das lustigste Duell wären sie aber sicher ganz vorne gelegen. Die sportlich beste Leistung zeigten Michael Grundler und Tobias Meier.

Begehrte Fischspezialitäten


Einige Meter weiter dreht sich derweil alles um die Kiementiere. Der Fischereiverein verkauft dort selbst gemachte Spezialitäten wie Fischbratling oder Karpfengyros. Auch im ganzen gegrillten Fisch konnten sich die Besucher schmecken lassen. Bis zu einen Tag lang lägen die Flossentiere in flüssiger Beize. Makrelen und Forellen würden dabei unterschiedlich gewürzt, erläuterte ein erfahrener Angler. Den Geschmack der Gäste traf der Fischereiverein offensichtlich. Und während das "Oberpfalzquartett" für zünftige Musik sorgte, bestaunten die kleinen Besucher das große Schauaquarium.
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