33000 Meter Glasfaserkabel in Floß
Schneller ins Netz

Vladimir Hafner (von links) und Andreas Rötzer von der Firma Netzel Bau aus Weiden diskutierten mit Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (Fünfter von links) und Vertretern der Flosser CSU Maßnahmen, um sämtliche Ortsteile mit schnellen Internet zu versorgen. Bild: bgm
Kultur
Floß
26.10.2016
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In 275 Haushalten der Marktgemeinde wird es in einigen Monaten schnelleres Internet geben. In manchen Gebäuden werden die Daten sogar mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde fließen. Viele Ortsteile werden in Sachen schnelles Internet aber weiter weiße Flecken auf der Landkarte bleiben.

Dieser Zustand stellt die Flosser CSU nicht zufrieden. "Wir nehmen als Gemeinde Geld in die Hand. Es ist schade, wenn das dann nicht die optimale Wirkung erreicht", beklagte Ortsvorsitzender Sebastian Kitta bei einer Baustellenbesichtigung mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht und der Firma Netzel Bau. Die legt im Auftrag der Telekom knapp 33 000 Meter Glasfaserleitungen quer durch das Flosser Amt.

Im Februar 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Rund eine Million Euro kostet die Verlegung der sogenannten "Sieben-Speed-Rohre". 150 000 Euro davon steuert der Markt bei. Der Großteil kommt aus dem bayerischen Förderprogramm. 18 Gebäude werden sogar direkt ans Glasfaserkabel angebunden - allerdings ohne staatliche Fördermittel, die nur für die Kabel bis zur Grundstücksgrenze gelten. "Wer Glasfaser direkt ins Haus haben möchte, muss etwa 900 Euro selbst bezahlen", sagte Bauleiter Andreas Rötzer.

Das ausführende Ingenieurbüro sieht durchaus Chancen die noch nicht versorgten Ortsteile in einer zweiten Runde an das schnelle Internet anzuschließen. Die noch zur Verfügung stehenden bayerischen Fördermittel in Höhe von rund 345 000 Euro würden dafür aber nicht ausreichen. Die Lösung könnten Mittel aus einem Förderprogramm des Bundes bieten. Rupprecht versprach, sich im Bedarfsfall als Vermittler einzuschalten. "Wir brauchen auch neue Gewerbeflächen", stellte CSU-Fraktionssprecher Armin Betz bei einer anschließenden Gesprächsrunde mit dem Bundestagsabgeordneten klar.

Zwei von drei entscheidenden Voraussetzungen sieht Rupprecht in Floß gegeben: Breitbandanbindung und die Nähe zur Autobahn. Das dritte entscheidende Kriterium für Unternehmen sei schließlich der Grundstückspreis. "Potentielle Interessenten gibt es bereits und der Markt muss diesen Bedarf in seine Entwicklung einbeziehen und Möglichkeiten anbieten können", betonte Betz abschließend.
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