Beeindruckendes Kirchenkonzert
"Stationen der Passion" berühren Zuhörer

"Stationen der Passion" von Gerhard Trubel brachten sie musikalisch in die evangelische Pfarrkirche. Eindrucksvoll gestalteten Andreas Kunz (Orgel), Gertrud Werner (Sopran) und Jürgen Keppler (Oboe) den Sonntag Lätare. Bild: le
Kultur
Floß
10.03.2016
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Von Liebe und Leiden kündet die Passionszeit. Sie kann aber auch Genuss sein - ein Hörgenuss. Kantor Andreas Kunz beweist es immer wieder.

Der Sonntag Lätare stand in der evangelischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista ganz im Zeichen der Passionsmusik von Gerhard Trubel (1917-2004) und seiner "Stationen der Passion". Kantor Andreas Kunz hatte sie für Sopran, Oboe und Orgel bearbeitet.

"Dass die Liebe siegt, das werden wir an Ostern feiern und dürfen uns doch heute schon darüber freuen, dass Gott mit seiner leidenschaftlichen Liebe bei uns ist - im Leben und im Sterben, im Glück und im Leid." Das erklärte Pfarrerin Lisa Weniger zum Abschluss der erbauenden Stunde.

Kantor Kunz bietet den Hörgenuss Jahr für Jahr in der Passionszeit. Seine Meisterhände auf der Königin der Instrumente, der Orgel, ließen schon die Einführung mit den Stücken "Elegy" von Charles Harford Lloyd (1849-1919 ), "Passion" op. 145 Nr. 4 von Max Reger (1873-1916) und das Choralvorspiel für Orgel "Beim letzten Abendmahle" von Karl Hoyer (1891-1936) zu einem ergreifenden Erlebnis werden.

Die Choralfantasie über "O Mensch, bewein dein Sünde groß" unter Verwendung von Teilen aus dem "Largo" von Georg Friedrich Händel war ein weiterer Ohrenschmaus. Die Mitwirkung und Unterstützung durch Gertrud Werner mit ihrer ausdrucksstarken Sopranstimme und Jürgen Keppler (Oboe) trug ferner zur inneren Erbauung bei. Im evangelischen Gotteshaus haben sie längst ihre künstlerische Heimat gefunden. Noch bevor die "Stationen der Passion" von Gerhard Trubel (1917-2004) aufgeführt wurden, glänzten Kunz und Keppler bei "When they crucified my Lord". Kunz spielte noch die Partita für den Choral "Wir danken dir, Herr Jesu Christ" von Michael Grill (geboren 1955).

Bei den Stationen "Leidensverkündigung", "Verrat und Abendmahl", "Gethsemane", "Vor dem Hohen Rat", "Verleugnung", "Vor Pilatus und auf dem Kreuzweg" und "Ende und Anfang" waren die Zuhörer durch den Gemeindegesang mit eingebunden. Das Werk machte deutlich, dass Gottes Leiden und seine Liebe noch kein Ende gefunden haben. Pfarrerin Lisa Weniger vollendete mit ihren rhetorisch hervorragenden Texten das Gesamtwerk und beeindruckte einmal mehr mit ihrem abschließenden Gebet.
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