Historische Nikolaus-Kirche
Entstehung und Erhalt der Nikolaus-Kirche

Die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer ist sich ihrer Verantwortung bewusst, die historische Nikolauskirche zu erhalten. Sie wird in den kommenden Jahren notwendige, Substanz erhaltende Maßnahmen und als Nachfolgeprojekt die Innenrestaurierung des Kirchleins angehen. Bild: le
Kultur
Floß
05.01.2016
132
0

Jedem Flosser sind die vielen Wahrzeichen des über 1068-jährigen Markts bewusst. Die Bürger wissen vor allem die Nikolaus-Kirche zu schätzen, die ein Kleinod der Gemeinde ist. Gut sichtbar steht sie auf dem 529 Meter hohen und von mächtigen Bäumen umgebenen Berg.

Beinahe 300 Jahre ist das Kirchlein alt. Seit es die Nikolauskirche gibt, ist sie ein Ort des Gebetes, der stillen Betrachtung und Einkehr, eine Kirche der kleinen Leute mit ihren Volksheiligen und Nothelfern, denen Besucher ihre Sorgen und Freuden anvertrauen möchten. Eben eine echte Wallfahrtskirche. Liebevoll nennen die Bürger sie auch "Nikalas-Kirche".

Früher befand sich dort eine Keltensiedlung, erst im Mittelalter baute die Gemeinde auf dem Nikolaus-Berg eine Kirche. Grund dafür war der Nikolaus-Kult, der sich im 12. und 13. Jahrhundert vor allem in Süddeutschland ausgebreitet hat. Nachdem das Gebäude 1561 abgetragen worden war, beschloss der Gemeinderat, es neu zu errichten. 1722 setzte er die Baupläne um. Die Kirche konnte am 9. November 1723 benediziert werden.

Als Einraum-Kirche erwies sie sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts für die vielen Gläubigen bei den Gottesdiensten als zu klein. So hat die Gemeinde begonnen, beispielsweise das Kirchenschiff zu verlängern oder den Kirchturm anzubauen. Die Geistlichen Richard Bartmann und Josef Most ließen die Kirche auch innen und außen renovieren. Das ansprechende neue Kleid des Gotteshauses brachte und bringt viele Brautleute dazu, in der Kirche zu heiraten. Eine weitere Bereicherung ist der neue Kreuzweg, den der Katholische Männerverein im Jubiläumsjahr der Pfarrkirche 2012 aus heimischen Granit errichtete.

Allerdings zwingen sichtbare Innen- und Außenschäden zum Handeln. Da stehen Pfarrer Thomas Richthammer, Kirchenpfleger Josef Rosner und die Mitglieder der Kirchenverwaltung fest zusammen. Noch im Januar soll die Entscheidung über die Sanierung fallen. Im ersten Schritt geht es um Substanz erhaltende Maßnahmen. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt dürfte nicht unter 440 000 Euro liegen.

Bauträger entlasten


Beim zweiten Bauabschnitts und damit als Nachfolgeprojekt soll die Innensanierung der Kirche angegangen werden. Da die Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer Bauträger ist, muss sie auch die Finanzierung sichern. Erst wenn diese als nachweisbar gesichert gilt und die bischöfliche Finanzkammer in Regensburg ihre Genehmigung erteilt hat, können die Bauarbeiten beginnen.

Das könnte sich bis Frühjahr 2017 hinziehen. Wichtig allerdings ist, dass ein erster Schritt gemacht wird. Das Kleinod des Marktes ist alle Anstrengungen und Opfer wert.Um den Bauträger finanziell zu entlasten, hat es bereits erste Zuwendungen gegeben. So haben die Chöre der Pfarrgemeinde den Erlös aus dem Adventskonzert des Vorjahres in Höhe von 603,38 Euro für die Sanierungsarbeiten der Kirche zur Verfügung gestellt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sanierung (238)Wahrzeichen (7)Nikolaus-Kirche (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.