Liv Migdal in der Floßer Synagoge
Der Geige große Gefühle entlockt

Liv Migdal bezauberte in der Floßer Synagoge. Bild: otj
Kultur
Floß
27.08.2016
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Die Violinistin Liv Migdal hatte ein stimmiges Programm für ihr Publikum in der Flosser Synagoge zusammengestellt. Einen Schwerpunkt legte sie auf Werke von Johann Sebastian Bach, von dem sie Partita Nr. 1 und Teile aus der Sonate Nr. 3 in ihr Repertoire aufgenommen hat. Als Zugabe wählt sie Bachs C-Dur-Sonate. Außerdem interpretierte die 28-Jährige Stücke zweier anderer Komponisten: "Passacaglia" von Heinrich Ignaz Franz Biber und die Sonate in g-moll für Violine Solo aus der Feder des israelischen Komponisten Paul Ben-Haim.

In den ruhigen Parts der Kompositionen streichelte sie ihr Instrument kaum merklich mit dem Geigenbogen, an anderen Stellen erzeugte sie regelrechte Dramatik mit ihrem ausdrucksreichen, teils körperlichen Stil - mitreißend, ein bisschen als tanzten ihre Finger in Höchstgeschwindigkeit über ihr Instrument.

Das Talent für das Geigenspiel kommt nicht von ungefähr. Sie ist die Tochter des 2015 verstorbenen Ausnahmepianisten Marian Migdal. Sie spielt Geige, seit sie drei ist und nimmt seit 1994 Unterricht bei Professor Christiane Hutcap. Seit 2001 ist die Musikerin Stipendiatin der Horst Rahe-Stiftung.

Konzerte gab sie bereits in Schweden, Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Slowenien, Polen und Israel. Außerdem agiert sie als Solistin bei renommierten Ensembles. 2009 wurde sie in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen und Stipendiatin der Yehudi-Menuhin-Stiftung.
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