An sicherer Existenz nicht rütteln

Lokales
Floß
23.11.2015
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Die Bäuerliche Schlachtgemeinschaft Floß wundert sich über eine Anfrage, ihr Schlachthaus zu verkaufen. Das kommt jedoch überhaupt nicht infrage.

Dass die Schlachtgemeinschaft Floß und Umgebung um Vorsitzenden Werner Opitz auf festem Boden steht, wurde in der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Gasthaus Plödt in Diepoltsreuth deutlich. Gestärkt sieht sich die Führungsriege mit Opitz, dessen Stellvertreter Robert Prölß, Schriftführer Paul Bodensteiner und Kassier Helmut Bär. Metzgermeister Karl Bamler und dessen Enkel Marco Meierhöfer arbeiten zuverlässig. Überrascht waren die Verantwortlichen über eine Anfrage, ob das Schlachthaus an der Neustädter Straße zum Verkauf stehe. Opitz hielt fest, dass es seit fünf Jahren bis auf eine notwendig gewordene größere Investition in keinem Jahr rote Zahlen geschrieben habe. Die Organisation denke nicht daran, an der sicheren Existenz zu rütteln.

Zustand einwandfrei

Überhaupt befinde sich das Schlachthaus in hygienisch einwandfreiem Zustand. "Wir haben keine Probleme, wenn unangemeldete Kontrollen kommen", hielt Opitz fest. Dies bestätigte auch der Leiter des Veterinäramts, Dr. Norbert Sandner.

Ein Novum gab es im September, als 13 Schafe am islamischen Opferfest im Schlachthaus unter Einhaltung aller Vorschriften geschlachtet wurden. Der Veterinär hatte sich davon überzeugt. Endlich habe auch der Antrag für den neuen Sachkundenachweis für Schlachtungen Zustimmung gefunden.

Kassier Helmut Bär informierte über einen Gewinn und befasste sich mit den Schlachtzahlen. Vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 wurden 48 Tiere, darunter 9 Kühe, 16 weibliche Rinder und Färsen, 8 Jungbullen und Bullen, 2 Kälber und 13 Schafe geschlachtet. Alle Tiere wurden tauglich beurteilt. Drei BSE-Tests waren negativ. Die Schlachtungen kamen von je 24 Mitgliedern und Nichtmitgliedern. Den abschließende Hinweis von Vorsitzendem Opitz, dass die Gelder ausreichen und keine Gebührenanhebungen in Erwägung gezogen werden, hörten die Teilnehmer gerne.

Die Gemeinschaft hat 134 Mitglieder. Sebastian Meißner aus Bergnetsreuth erklärte sich bereit, als Beisitzer mitzuarbeiten. Er tritt die Nachfolge von Albert Kick aus Georgenberg an. BBV-Kreisobmann Josef Fütterer gratulierte für die erfolgreiche Arbeit in der Selbsthilfeeinrichtung und gab MdB Albert Rupprecht einige Anliegen, darunter die Förderung des Feldwegebaus und die Einführung von Nachtzielgeräten bei der Bejagung von Wildschweinen, mit auf den Weg.
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