Ausschussmitglieder diskutieren über Vorteile eines Kartells - Neue Bühne vorgestellt
Vereine sollen zusammenarbeiten

Lokales
Floß
02.03.2015
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Ein geheimnisvolles Konstrukt stand bei der Sitzung des Ausschusses für Familie, Kultur, Jugend und Sport auf dem Tisch vor Bürgermeister Günter Stich. Beim Tagesordnungspunkt Bürgerfest wurde das Geheimnis gelüftet. Es handelte sich um das Modell der Bühne, auf der künftig die Kapelle musiziert, die beim Bürgerfest auftritt.

Rendite durch Ausleihe

Dafür hatte der Markt Floß via Internet in Hamburg einen Anhänger ausfindig gemacht, der für diesen Zweck geeignet erschien. 1000 Euro kostete er, berichtete Bürgermeister Stich. Bei dem Preis ist der Transport nach Floß durch die Mitarbeiter des Bauhofes schon eingerechnet. Das Team macht jetzt aus dem Anhänger eine fahrbare Bühne. Wie alles funktioniert, zeigte Stich anhand des Modells.

Die Bühne auf der Ladefläche lässt sich nach vorn erweitern, über eine Treppe kommen Musiker und Mitwirkende zu ihren Plätzen. Ein klappbares Dach über dem vorgezogenen Bühnenteil sorgt für Schutz vor Regen und Sonne. Es gibt auch ein Schutzgeländer. Alles in allem wird damit das Problem gelöst, anderweitig nach einer Bühne Ausschau halten zu müssen. Die Vertreter der Fraktionen zeigten sich in der Ausschusssitzung mit dieser Lösung sehr zufrieden. Zumal durch Ausleihen eine Rendite erzielt werden kann.

Zur Vorbereitung des Bürgerfestes am 25. Juli werden die Vereine und Organisationen angeschrieben, um dann in einer ersten Zusammenkunft die weiteren Einzelheiten abzuklären. Bis dahin wird allerdings das von den Freien Demokraten und Unabhängigen Bürgern (FDP/UB) zur Gründung vorgeschlagene Vereinskartell noch nicht am Laufen sein. Oliver Mutterer, FDP/UB-Fraktion, sprach aber von einem "Schulterschluss der Vereine". Er rechnet mit positiven Auswirkungen. So könnten die Ausstattungen für Feste durch gegenseitiges Verleihen besser genutzt werden. Ebenso seien terminliche Absprachen leichter möglich.

Stich erklärte, dass es in Floß 68 Vereine und Organisationen gebe. Eine Zahl, die jedoch nicht als vollständig anzusehen sei. Denn in den Vereinen gebe es viele einzelne Sparten.

Immer weniger Helfer

Sebastian Kitta (CSU) sieht besonders auf die kleinen Vereine immer mehr Probleme zukommen. Vor allem, weil die Helfer bei Festen ausgehen. Er schlug vor, statt dem von der FDP/UB-Fraktion angeregten Fragebogen, die Vereine gleich zu einer gemeinsamen Besprechung einzuladen. Markus Staschewski (SPD) bat den Namen Kartell zu streichen. Überhaupt sahen die Ausschussmitglieder in dieser Bezeichnung eher einen fast kriminellen Hintergrund in Anlehnung an John Grishams Krimi "Das Kartell". Staschewski bat, die Vereine im Vorfeld vom Vorteil des Zusammenschlusses zu überzeugen.

Auch Heinz Kett (FDP/UB) sprach über die Vorteile des Zusammenschlusses und betonte vor allem den Nutzen, Geräte, gemeinsam zu nutzen. Einigkeit bestand darin, die Vereine anzuschreiben.
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