Bedenken wirbeln hoch

Klaus Winkler will mit einem Vergleich von Bergen und Gebäuden die Dimensionen verdeutlichen, die die Windkraftanlage bei Grafenreuth nach Überzeugung einiger Anwohner hat. Grafik: NT/AZ
Lokales
Floß
16.01.2015
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Anwohner befürchten negative Auswirkungen, sollten die geplanten Windkraftanlagen bei Grafenreuth Realität werden. In einer Versammlung im Gasthof Plödt sprachen sie über ihre Bedenken.

Eine vollbesetzte Gaststube zeigte nach Angaben der Veranstalter das Informationsbedürfnis der Bürger über die Anlagen "Am Forst" bei Grafenreuth. Manfred Bock und Hubert Wittmann stellten die aktuelle Situation und die ihrer Meinung nach weitreichenden Folgen für die Anwohner dar.

Als Beispiele der von ihnen befürchteten Risiken nannten sie den Wertverlust von Immobilien und Grundstücken, die Ablehnung künftiger Bauanträge oder die möglichen Belastungen durch Schall und Schatten.

Abstandsregelung beachten

Insbesondere das Unterschreiten der 10-H-Regelung habe die Besucher nachdenklich gestimmt, teilten die Initiatoren mit. Statt wie in gemäß dieser Vorschrift das Zehnfache solle in Grafenreuth der Abstand zur Wohnbebauung lediglich das Vierfache der Höhe des Windrades betragen.

Auch die Aufgabe des Landschaftsschutzgebietes, das im Naturpark Oberpfälzer Wald liegt, sorgte für Skepsis. Die von Klaus Winkler gezeichneten Darstellungen mit Vergleichen der vorgesehenen 200 Meter hohen Windräder mit der Wallfahrtskirche Fahrenberg, der Burg Flossenbürg oder dem Fernsehturm bei Letzau verdeutlichen die Ausmaße.

Schutzgebiet erhalten

Zum Abschluss formulierten die Veranstalter die Forderung zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes "Am Forst" sowie die Einhaltung des Abstandes von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Unter den Teilnehmern fand dies breite Zustimmung.

Der CSU-Fraktionschef im Marktrat, Armin Betz, forderte, dass die Bedenken der Anwohner keineswegs unberücksichtigt bleiben dürfen. FDP/UB-Marktrat Wolfgang Bock fordert daher ein deutliches Meinungsbild der Bürger "Am Forst".

Im nächsten Schritt werden die Veranstalter das persönliche Gespräch mit den Anwohnern suchen. Sie hoffen hier auf weitere Unterstützung.

Bürgerinitiative möglich

Sollten die Interessen einer Mehrheit im Marktrat keine Beachtung finden, kündigten die Veranstalter an, sich deutlicher zu organisieren. Dies könne möglicherweise auch in Form einer Bürgerinitiative geschehen.
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