Beim Bezirksparteitag warnt Generalsekretär seine Partei vor nochmaligem Versagen
Wissen, wofür die FDP steht

Lokales
Floß
27.11.2014
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(bey) "Die FDP muss 2015 durchstarten. Sie wird nicht mehr wahrgenommen und ist Undercover. Die FDP ist heraus aus den Parlamenten und den Medien." Mit dieser ernüchternden Erkenntnis beschrieb der Generalsekretär der bayerischen Liberalen, Daniel Föst, beim Bezirksparteitag die Situation der Partei.

Zugleich hatte der Generalsekretär die Rezeptur mitgebracht, wie sich die FDP bundes- und landesweit wieder etablieren und verlorenes Land zurückerobern könne. Mit dem "Leitbildprozess der FDP" will die Partei durch Darstellung ihrer Identität mit sozialen, emotionalen und funktionalen Attributen ihre Anhänger und Wähler zurückgewinnen. Mut machten neueste Umfragen, wonach bis zu 20 Prozent der Bürger eine liberale Partei wählen würden. Die Abwesenheit der FDP in den deutschen Parlamenten sei Grund genug, die Ziele der Partei zu definieren. "Wir müssen wissen, wofür wir stehen."

Um dies klar festzulegen, hat nach den Worten des Generalsekretärs der Bundesvorstand der FDP einen Leitbildentwurf vorgelegt, der Vision und Mission verdeutliche. Zugleich müsse die FDP aber deutlich machen, dass sie Deutschland mitgeprägt habe. Langfristiges Ziel müsse es sein, mit einer "Kernwählerschaft" fünf Prozent Stimmenanteil zu erreichen.

Deutlich war die Warnung des Generalsekretärs: Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass eine einzige Legislaturperiode die Partei an den Rand des Ruins bringe. Bei einem nochmaligen Versagen müssten selbst die Stiftungen in Frage gestellt werden. Um wieder zu Erfolgen zu kommen, müsse der Auftritt der FDP gegenüber den Bürgern lösungsorientiert, mutig, optimistisch und empathisch sein.

Auch der Oberpfälzer FDP-Bezirkschef Horst Meierhofer forderte die Delegierten auf, den Begriff "liberal" selbst zu deuten, weil dafür andere Parteien wie AfD oder Grüne dafür nicht in Frage kämen. Als hilfreich sieht er die Arbeit der Jungen Liberalen an. Auch wenn der Kreisverband klein sei bot Meierhofer bei der Gründung eines Ortsverbandes Junger Liberale seine Hilfe an.
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