Damit das Wasser im Bach bleibt

Lokales
Floß
25.09.2014
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Alte Bilder erinnern an die große Überschwemmung 1948. Damit dies nicht wieder passiert, will der Markt vorbeugen.

Die SPD hat den Antrag gestellt, ein Hochwasserschutzkonzept zu entwickeln. Eine Studie (wir berichteten) zeigte, dass durchaus Gefahr besteht. Der Bürgermeister Günter Stich schlug vor, mit dem Wasserwirtschaftsamt Verbindung aufzunehmen. Es soll geprüft werden, ob ein solches Konzept gefördert wird. Alfred Schöberl vom Wasserwirtschaftsamt wird dem Gremium die Vorgehensweise erläutern. Zu einer Veranstaltung des Wasserwirtschaftsamtes am 15. Oktober zum Thema "Hochwasser-Risiko-Management" sind Wasserwarte, Klärwärter, Feuerwehren und Interessenten aus Floß und Flossenbürg eingeladen.

Wichtiges Thema

"Das Hochwasserrisiko in Floß ist wohl kaum jemandem bewusst", sprach Harald Gollwitzer vielen aus der Seele. Er regte an, sich auch die Gewässer in und um Floß anzusehen und die Pflege nicht zu vernachlässigen. Auch Verlandungen oder Ablagerungen führten zu Hochwasser. Robert Lindner freute sich für seine Fraktion, dass der Antrag so schnell angenommen wurde. "Das Thema muss angegangen werden, aber sensibel, interfraktionell und in der Öffentlichkeit", mahnte Heinz Kett.

Die Theisseiler Bürgermeisterin Marianne Rauh hat sich mit der Bitte an den Markt Floß gewandt, die Sanierung des Kriegerdenkmals in Wilchenreuth zu unterstützen. Nachdem dort neben Gefallenen aus Edeldorf und Roschau auch an Opfer aus Bergnetsreuth erinnert wird, schlug Bürgermeister Stich eine Drittelung der Kosten vor. Der Marktrat stimmte für den Kostenanteil von 853,65 Euro. Er sei zwar nicht im Haushalt vorgesehen, doch könne man das Geld trotzdem aufbringen.

"Warum das Rad neu erfinden?", war der Tenor im Gremium auf die Möglichkeit, Informationen über ein Ortsentwicklungskonzept mit Plößberg auszutauschen. Die Information stammt vom Büro RSP Architekten und Stadtplaner aus Bayreuth. Die Nachbargemeinde hatte 2012 bis 2013 eine städtebauliche Grobanalyse in Auftrag gegeben. Der Markt Floß kann sich bis 30. September äußern, ob beabsichtigte oder eingeleitete Planungen vorliegen, die für die städtebauliche Entwicklung der Nachbarkommune Plößberg bedeutsam sein könnten.

Gemeinsam in die Zukunft

Nachdem auch der Markt Floß in die Zukunftsentwicklung investieren möchte, war sich das Gremium einig, dass man sich gegenseitig auf dem Laufenden halten wolle. So könne man sich mitunter viel Zeit und Aufwand sparen. "Es ist nur zu begrüßen, miteinander zu planen", sagte CSU-Fraktionssprecher Armin Betz.
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