Erster Schritt auf langem Weg

Harald Gollwitzer (Zweiter von rechts) und seine Stellvertreter Armin Betz und Robert Lindner (links) sowie Schriftführerin Christine Schreiber bilden das Kernteam der Beratungsgruppe "Ortsentwicklung". Bild: tss
Lokales
Floß
22.07.2015
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Die Beratungsgruppe "Ortsentwicklung" des Ausschusses "Zukunft Floß" hat am Montag ihre Arbeit aufgenommen. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass sie es mit einem langfristigen Prozess zu tun haben. Andererseits drängt auch die Zeit.

Denn der 30. November ist Stichtag, um in die Städtebauförderung zu kommen, informierte Leiter Harald Gollwitzer bei dem Treffen im "Weißen Rössl". Er und seine Stellvertreter Armin Betz und Robert Lindner sowie Schriftführerin Christine Schreiber bilden das Kernteam der Gruppe, für die sich beim Workshop im Februar 35 Flosser zur Mitarbeit bereiterklärt hatten. 20 nahmen am Montag an der konstituierenden Sitzung teil.

Bindeglied zu Planern

Die Beratungsgruppe solle in erster Linie ein Bindeglied zum Planungsbüro GMA aus München sein, das von der Regierung der Oberpfalz allerdings noch keinen offiziellen Auftrag bekommen hat. Am Donnerstag werde es in Regensburg daher ein Gespräch geben, berichtete Bürgermeister Günter Stich. Die Beteiligten waren aber zuversichtlich, dass die Oberbayern den Zuschlag erhalten.

Floß sei wahrscheinlich die einzige Kommune im Landkreis mit einem Ausschuss für Ortsentwicklung und -marketing, vermutete Gollwitzer. Einmalig sei auch, dass die Bürger in solch ein Projekt miteinbezogen sind. "Wir wollen nichts aufstülpen. Ideen, Meinungen und Vorschläge sind uns und dem Planungsbüro wichtig", erklärte der Bauunternehmer.

In den drei Gruppen des Gremiums können außerdem jederzeit Interessierte mitwirken. Klar wurde bei aller Euphorie, die an dem Abend im Saal zu spüren war, aber auch: "Es ist ein langwieriger Prozess, der wird nächstes Jahr nicht abgeschlossen sein. Das Planungsbüro geht voran und bestimmt das Tempo, die Beratungsgruppe begleitet."

Noch sind über vier Monate Zeit, ein Konzept mit Förderprojekten vorzulegen. Daher sollen als nächstes die Ideen aus dem Workshop ausgewertet werden. Außerdem soll jeder Haushalt einen Fragebogen mit Schwerpunkten, die alle betreffen, erhalten. Gollwitzer sprach schließlich auch Fahrten in andere Orte an, die Floß bei der Umsetzung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts voraus sind.

"Überschaubarer Einstieg"

Konkrete Vorschläge für Vorhaben im Markt gab es am Montag noch nicht. Als "überschaubaren Einstieg" in die Städtebauförderung empfahl Stich Maßnahmen für Dächer und Fassaden. Dies wäre "durchaus realisierbar im ersten Schritt", fand der Rathauschef. Das nächste Treffen ist voraussichtlich im September, fügte Gollwitzer abschließend hinzu.
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