FDP plagen Nachwuchssorgen

40 Jahre in der FDP sind Dr. Hans Kirschsieper und Gerhard Eismann (vorne, von rechts). Gerhard Meyer (vorne, Zweiter von links) macht seit 50 Jahren mit. Die Flosser FDP ernannte Erwin Herfurth (vorne, links) zum Ehrenmitglied und Werner Bock (vorne, Mitte) zum Ehrenvorsitzenden. Bild: fz
Lokales
Floß
01.12.2015
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Der FDP-Kreisverband würdigte Mitglieder, die der Partei trotz aller Turbulenzen über Jahrzehnte an der Basis den Rücken gestärkt haben. Landesvorsitzender Albert Duin konnte aber nicht dabei sein.

(fz) "Lassen Sie uns gemeinsam einen schönen Abend mit unseren Freunden und dem FDP-Landesvorsitzenden Albert Duin verbringen", hatte der FDP-Kreisverband in seiner Einladung den Ehrenabend im Hotel "Goldener Löwe" überschrieben. Oliver Mutterer, FDP-Kreisschriftführer und Vorsitzender des gastgebenden Ortsverbandes, teilte jedoch eingangs mit, dass der Landeschef wegen eines anderen kurzfristigen Termins nicht kommen könne. Dafür war Stellvertreter Sebastian Körber da.

Kreisvorsitzender Horst Frötschl stellte fest, dass sich die Jubilare den Ehrenabend verdient hätten. "Aber ich würde liebend gerne auch Mitglieder für 10, 15 oder 20 Jahre ehren. Der Nachwuchs lässt jedoch zu wünschen übrig", bedauerte der Vohenstraußer. "Wir trauen uns, zu hoffen, nachdem es in der Partei wieder gut aussieht, dass wir zu gegebener Zeit kraftvoll zurückkommen." Bezirksvorsitzender Horst Meierhofer, der die FDP in Floß als vorbildlich in der Oberpfalz herausstellte, sprach von einem 2013 begonnenen Prozess der Neukonzeption der Partei. Es gelte, nicht in Selbstzweifeln zu verharren. Der stellvertretende Landeschef Körber ging auf die Situation der Liberalen in Deutschland und Europa ein. Was gerade in unserem Land und in Europa vorgehe, werde teilweise unverschämt miteinander verbunden. "Wir Liberalen lassen uns von Terroristen unseren Lebensstil nicht verbieten. Alles hat Grenzen."

In Frankreich gebe es die Vorratsdatenspeicherung. "Was hat sie geholfen?", fragte Körber. Die Liberalen wollten nicht alle Daten preisgeben und stünden für Bürgerrechte und Datenschutz. Körber ging auch kurz auf das Thema Asyl ein. "Die Bundeskanzlerin hat hier unbeherrscht und nicht vorausschauend ein Chaos produziert." Der Architekt aus Forchheim sah den Bedarf an Wohnraum auch als Chance für kleine, schmelzende Gemeinden. Nur mit klaren Positionen wie dem Schutz von Eigentum und Privatsphäre würde die FDP wahrgenommen.
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