Flaute bei Windradplänen

Ins Blaue hinein wollen die Flosser Markträte Windkraftanlagen nicht planen. Erst muss der Vertrag der Zeno mit der Wimo GmbH unterschrieben sein, dann will das Gremium wieder in die Beratungen einsteigen. Der Wunsch nach mehr Information für die Bürger einte alle Marktratsfraktionen. Bild: war
Lokales
Floß
07.11.2014
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Eines der meistdiskutierten Themen der vergangenen Monate war die Ausweisung von Windkraft-Flächen in Floß. Entsprechend groß war das Interesse der Zuhörer an der Marktratssitzung.

Bürgermeister Günter Stich machte deutlich, dass er nur einen Sachstandsbericht abliefern könne. Die Basis aller Windradpläne im Markt sei der Vertrag der Zeno GmbH mit der Wimo GmbH in Mantel. Solange dieser Vertrag nicht unterschrieben sei, könne der Marktrat die Beratungen nicht fortsetzen.

Wie Stich informierte, sehe die Flächenplanung die Konzentration der Anlagen auf dem Gebiet "Am Forst" vor. Akzeptiere der Marktrat diese Planung zu gegebener Zeit, würde die Gemeinde einen offiziellen Planungsauftrag vergeben. Dadurch bliebe die Planungshoheit beim Markt. Auch die Herausnahme der vorgesehenen Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet werde erst dann beantragt, wenn Ergebnisse vorlägen.

Stich gab zur Kenntnis, dass ein Schreiben mit knapp 60 Unterschriften besorgter Bürger eingegangen sei. "Diese Einwände kommen zu früh. Wir befinden uns lediglich in einem Planungsverfahren. Es geht noch nicht um Standorte", betonte der Rathauschef. Armin Betz (CSU) meinte, dass die Einbindung der Bürger oberstes Gebot sei. "In den Orten bestehen Ängste." Deshalb müsse man die Bürger genau informieren und bei Ablehnung das Projekt fallen lassen.

Punkteliste

SPD-Fraktionssprecher Robert Lindner betonte, dass es wichtig sei, den Weg Richtung Energiewende weiterzudenken und die Betroffenen dafür zu gewinnen. Zur Aufklärung schlug Heinz Kett (FDP/UB) vor, den Geschäftsführer der Wimo GmbH, Dr. Christian Deglmann, zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. "Wenn man die Bürger schon vorher mit einbindet, muss man hinterher nicht Überzeugungsarbeit leisten", meinte Kett. Er wünsche sich außerdem eine Punkteliste, wann welche Aktivität geplant sei. Bisher seien die Informationen zu dürftig, kritisierte er.

Zeno-Geschäftsführer und Geschäftsleiter Rainhard Gayer war ebenfalls der Meinung, dass ein Termin mit Deglmann hilfreich sei. Der Beschluss für die Herausnahme des Areals aus dem Landschaftsschutzgebiet müsse aber vorher erfolgen. Bei einem Veto wären alle Planungen hinfällig.
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