Floß verabschiedet sich

Einen Globus und ein Bild mit Blick auf das Flosser Amt schenkten der Pfarrgemeinderat, die kirchlichen Vereine und Verbände sowie die musikalischen Ensembles der Pfarrei. Von links: Stefan Kreiner, Dagmar Beuthner, Elisabeth Lehner, Pfarrer Norbert Große und Josef Rosner. Bild: le
Lokales
Floß
13.07.2015
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13 Jahre verbrachte Pfarrer Norbert Große in der Pfarrei St. Johannes der Täufer. In Erfüllung gegangen ist sein Wunsch, den er bei der Amtseinführung am 1. September 2002 geäußert hatte: "Haben Sie Geduld mit mir." Geduld bewiesen die Flosser Christen mit ihrem Pfarrherrn. Geduld hatte aber auch Große mit seinen Schäfchen.

In der Geschichte der Pfarrei wird der 11. Juli 2015 als Tag der Verabschiedung von Pfarrer Große eingehen. Zu Beginn des festlichen Dankgottesdienstes, zu dem die Vereine mit Fahnenabordnungen einzogen, erklang "Rock my soul - Gottes Liebe ist so wunderbar". Kirchenchor und das Orchester unter Leitung von Hans Fröhlich, der Kinder- und Jugendchor, die "All Generations" und das Lobpreisteam machten die Messe zu einem musikalischen Fest. Die Orgel spielte Klara Bäumler. Zum Schluss sang die Gemeinde unter Glockengeläut "Großer Gott, wir loben dich" mit Überchor.

Ökumene gelebt

Konzelebranten waren Pater Leo und Pfarrer Wolfgang Gebert. Pfarrer Große dankte den Gläubigen für das Vertrauen und die Wertschätzung, für alle guten Beziehungen mit lieben Menschen und Gott für die Kraft, Schwierigkeiten und Enttäuschungen zu bewältigen. Als ein kleines Wunder bezeichnete der Seelsorger, dass er bei einem schweren Unfall am 22. Juni auf der Autobahn völlig unverletzt geblieben war.

In seiner Predigt stellte sich Pfarrer Große selbst die Frage, worum es ihm während seines Wirkens in Floß ging. Die Antwort lautete: "Ich wollte die Botschaft und den Glauben verkünden und in der Eucharistie das lebendige Wort Christi feiern, denn Jesus will die erlösende Gnade und Liebe schenken." Das ökumenische Miteinander mit Pfarrerin Lisa Weniger, die mit Vertretern der evangelischen Gemeinde St. Johannes Baptista ebenfalls den Gottesdienst besuchte, hob Große besonders hervor. Lange wird allen Teilnehmern der anschließende Pfarrfamilienabend im Gedächtnis bleiben. Die Organisatoren, die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Elisabeth Lehner und Kirchenpfleger Josef Rosner, präsentierten ein tolles Programm. Wieder standen Kirchenchor, Kinder- und Jugendchor und die "All Generations" im Mittelpunkt.

Das Wirken von Pfarrer Große in der Gemeinde St. Johannes der Täufer blätterten Elisabeth Lehner und Josef Rosner auf und hielten fest, dass der Seelsorger ein "guter Haushälter Gottes" war. Ein Panoramabild von Floß und ein Globus waren Geschenke für den scheidenden Seelsorger. Dazu gab es eine Geldspende von allen kirchlichen Vereinen, Chören und Gruppen von 1165 Euro. Diese Summe lässt Pfarrer Große der Flosserin Schwester Ellen in Südafrika zukommen. Dekan Thomas Jeschner eröffnete den Grußwortreigen und übergab ein Bild des Wanderpredigers hl. Norbert. "Wir sind viele schöne Wege miteinander gegangen", dankte Pfarrerin Lisa Weniger ihrem Flosser Kollegen. "Es waren unvergessliche Wege der Ökumene und der Brüderlichkeit."

Viele Auftritte

Stellvertretender Landrat Albert Nickl überreichte Große ein Buch. "Wir haben vieles gemeinsam", hielt Bürgermeister Günter Stich fest und betonte: "Es waren 13 Jahre guter Zusammenarbeit." Konrektor Rudi Schneider verabschiedete sich im Namen der Schüler. Wehmut schwang in der Ansprache von Chorleiter Hans Fröhlich mit. Er überreichte ein Bild.

Ein Unterhaltungsprogramm rundete den Abschiedsabend ab. Die CAJ-Gruppe hatte gedichtet und tanzte im Schwarzlicht, der Seniorenkreis und der Katholische Frauenbund glänzten mit teils furiosen Auftritten. Höhepunkt war das gemeinsame Lied: "Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein."
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