Gedanken für die Feuerwehr

Lokales
Floß
17.10.2015
1
0

Diskussionsstoff für das Feuerwehrhaus und zwei dicke Mappen hatte Bürgermeister Günter Stich in die Marktgemeinderatssitzung mitgebracht. Sie beziehen sich auf den Bau einer Freiflächenphotovoltaikanlage in der Nähe des Klärwerks.

Inhaltlich geht es um die nötige Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Regierung der Oberpfalz, das Landratsamt und eine Reihe weiterer Behörden hatten im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eine ganze Reihe an Anregungen eingebracht. Gravierendes war aber nicht dabei.

Die Gemeindeverwaltung hat sie allesamt in die beiden Planentwürfe eingearbeitet. Nachdem der Bürgermeister die beiden Mappen im Parforceritt vorgestellt hatte, billigte der Gemeinderat die Auslegung der Entwürfe einstimmig. "Wir begrüßen dieses Vorhaben. Es wird Kosten sparen. Es wird, wenn's gut läuft, vielleicht sogar Strom ins Netz gespeist", hatte zuvor noch SPD-Sprecher Robert Lindner das Vorhaben gelobt.

Die beiden Entwürfe liegen von 16. Oktober bis 17. November erneut öffentlich im Rathaus aus und können eingesehen werden. Flosser Bürger hatten zu den Planungen bisher keine Eingaben gemacht.

Damit der Sonnenstrom dort ankommt, wo er hin soll, braucht es Kabel. Sie können auf Grundstücken des Marktes verlegt werden. Die Räte stimmten zu, entsprechende Grunddienstbarkeiten ins Grundbuch einzutragen.

Schon seit einer Weile beschäftigt sich das Gremium und seine Ausschüsse mit dem Neubau eines Feuerwehrhauses. Der Standplatz an der Plößberger Straße unterhalb des Sportplatzes ist bereits gefunden. Die Zufahrt soll aber doch über einen vorhandenen Weg und nicht direkt über die Plößberger Straße erfolgen.

Das erspart Erdabtragungen und eine Verlegung des Gehweges. "Es wird die einen oder anderen Bürger geben, die fragen, 'haben wir jetzt einen Lottogewinn?'", meinte CSU-Sprecher Armin Betz. Die Frage sei durchaus berechtigt. Allerdings stehe die Gemeinde in der Verantwortung für die Feuerwehr. "Unsere Feuerwehr hat ein hohes Niveau, eine hohe Einsatzbelastung und ein hohes Ausbildungsniveau. Es ist notwendig, mittelfristig ein neues Gebäude zu schaffen", betonte Betz.

Das sah auch Robert Lindner so, der auf die gestiegenen Anforderungen bezüglich getrennter Umkleiden und Duschen für männliche und weibliche Feuerwehrleute hinwies. Heinz Kett, Sprecher der FDP/UW-Fraktion, mahnte, auch das alte Gerätehaus nicht aus den Augen zu verlieren. "Wir müssen überlegen, ob ein Verkauf in Betracht kommt oder eine Nachfolgenutzung möglich ist. Das muss parallel laufen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.