Genesung unmöglich

Lokales
Floß
07.11.2015
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Jetzt ist es endgültig. Der im Volksmund als "Hardter-Hügel-Verein" bekannte Krankenunterstützungsverein Floß und Umgebung ist Geschichte.

Die Regierung von Oberbayern hat Liquidator Fred Lehner in dieser Woche mitgeteilt, dass "das Erlöschen der Erlaubnis zum Betrieb eines Versicherungsvereins festgestellt wurde". Damit existiert der am 1. Februar 1899 gegründete Zusammenschluss nicht mehr.

Gleichzeitig teilt die Versicherungsaufsicht mit, dass der Krankenunterstützungsverein am 9. Oktober 2015 nach Ablauf des gesetzlich vorgeschriebenen Sperrjahres die Auflösung vollendet und den Geschäftsbetrieb eingestellt habe. Das Vereinsvermögen sei an die Berechtigten ausgezahlt und die Schlussrechnung ist aufgestellt.

Einstimmiger Beschluss

Diesem Verfahren ging ein längerer Prozess voraus. Die Verantwortlichen hatten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach intensiven Vorberatungen im Vorstand und im Ausschuss wurde der Mitgliederversammlung am 18. Mai 2014 empfohlen, den Verein aufzulösen. Die 20 anwesenden Mitglieder folgten diesem Vorschlag einstimmig. Und noch eine weitere Entscheidung gab es in dieser Versammlung:

Das Vereinsvermögen soll sich auf die damals 44 Mitglieder in Höhe des Sterbegeldes von 300 Euro je Mitglied aufteilen. Es war auch der ausdrückliche Wille aller Versammlungsteilnehmer, ein bestehendes Restvermögen für die Anschaffung eines sakralen Gegenstandes für einen Gebetsraum im Seniorenheim "Am Reiserwinkel" zu spenden.

Zu Liquidatoren wurden der inzwischen verstorbene Vorsitzende Adolf Helgert, sein Stellvertreter Josef Gollwitzer, Hauptkassier Bernhard Schönberger und Schriftführer Fred Lehner bestellt. Letztmals trafen sich die Vereinsmitglieder am 13. September 2015. In dieser Versammlung fanden die Schlussrechnungen für die Jahre 2014 und 2015 ebenso Zustimmung wie die Entscheidungen in der Auflösungsversammlung am 18. Mai 2014.

Gebetsraum verschönern

Den drei Liquidatoren Gollwitzer, Schönberger und Lehner fällt nun nach dem Willen der Mitglieder eine letzte Aufgabe zu: das nach der Auszahlung der 300 Euro an jedes Mitglied verbliebene Restvermögen in Höhe von 2153.74 Euro dem Seniorenwohnheim zu spenden. Was mit dem Geld gekauft werden soll, wollen sie mit der Heimleitung besprechen.
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