"Harmonic Brass" inspirieren

Lokales
Floß
19.11.2014
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In Windeseile eroberten sie die Herzen der Zuhörer. Das weltbekannte Münchner Quintett "Harmonic Brass" gab in der evangelischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista ein beeindruckendes Konzert.

Es ist Obmann Richard Riedel und Leiter Wolfgang Lang vom Posaunenchor zu verdanken, dass Andreas Binder (Hornist), Elisabeth Fessler (Trompeterin), Manfred Häberlein (Tubist), Thomas Lux (Posaunist) und Hans Zellner (Trompeter) nach Floß kamen. "Dieser Abend wird noch lange nachklingen", sagte Pfarrerin Lisa Weniger.

Das Ensemble machte Laune. Akribisches Feilen an der Performance traf sich mit barocker Lebensfreude. Die Musiker verschmolzen zu einer Einheit, wie man sie selten antrifft.

Musikalische Botschafter

Die kulturellen Botschafter in aller Welt sind in zahlreichen internationalen Workshop als Dozenten tätig. Neuerdings widmen sie sich dem "Brass"-Projekt "South Africa": Sozial benachteiligte Kinder in Südafrika werden von "Harmonic Brass" mit Blechblasinstrumenten versorgt - eine Herzensangelegenheit des Ensembles. Am Wochenende leiteten sie einen Workshop für Bläser aus dem Dekanat Weiden, an dem auch der Patenchor aus Forchheim/Sachsen teilnahm.

Der Blick auf das Programm zeigte, dass Trompeter Zellner sämtliche Werke genial arrangiert hatte. Binder, der auch selbst komponiert, führte durch den Abend. Seit September 2014 ist die in Regensburg geborene Elisabeth Fessler Trompeterin bei "Harmonic Brass", die Binder als besondere Blume und "Verkündigungsengel" vorstellte.

Das musikalisch flexible und technisch brillante Feuerwerk stand unter dem Motto "Highlight in Brass". Ein brandneues Programm mit den schönsten und faszinierendsten Werken, die die Literatur zu bieten hat. Hier wurde deutlich, dass Musik in vielerlei Hinsicht ein Phänomen ist. Sehr erhebend war der Einzug der Künstler in die akustisch hervorragende Pfarrkirche. "Dieser Abend ist nichts für schwache Nerven", warnte Binder schmunzelnd. Er sollte recht behalten. Das fünfköpfige Ensemble präsentierte Werke von Giuseppe Torelli, Johann Sebastian Bach, Marice Ravel, Giacomo Puccini oder Georges Bizets.

Publikum begeistert

Wer glaubte, im zweiten Teil wäre keine Steigerung mehr möglich, wurde eines besseren belehrt. Die "West Side Story" von Leonard Bernstein war einer der Höhepunkte. Beim "Tico Tico" von Zepuinha de Abreu trat Trompeter Hans Zellner als Solist auf. Er war es auch, der "A Tribute to Louis Armstrong" arrangierte. Jeder Künstler brillierte auf seine Art bei den verschiedenen Soloauftritten.

Das Publikum war von den kabarettistischen und choreografischen Elementen hellauf begeisterten. "Wir wollen mit Musik inspirieren ", sagte Binder. Ein Zuckerl als Zugabe präsentierte Tubist Manfred Häberlein mit dem Lied "Mein Hut, der hat drei Löcher". Das Publikum stand bei der Soloeinlagen des Künstlers auf und klatschte begeistert Beifall.

Mit einem musikalischen Abendsegen setzte das Ensemble einen Schlusspunkt unter eine vielumjubeltes Konzert.
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