Jagdgenosse eckt bei Kollegen an - Abschussplan erfüllt
Wölfe und Bären

Lokales
Floß
27.03.2015
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Eine etwas provozierende These vertrat ein Jagdgenosse von Bergnetsreuth. Seiner Ansicht nach sollten sich Wölfe im Revier aufhalten. Selbst gegen Bären habe er keine Einwende. Damit würden sich so manche Abschüsse erübrigen, und die Natur würde sich selbst helfen können. "Das meine ich mit vollem Ernst", fügte der Landwirt hinzu. Allerdings eckte er mit dieser Äußerung bei seinen Kollegen und den Jagdpächtern an.

Dass die Welt im Jagdrevier in Ordnung ist, war aus den Berichten von Jagdvorsteher Josef Lindner und der Jägergemeinschaft Horst Sommer, Manfred Meier, Gerhard und Robert Venzl in der Versammlung im Florianstüberl des Gerätehauses zu hören. Es werde ein neues Verbissgutachten geben. Ändern dürfte sich am Abschussplan mit 72 Stück Rehwild in drei Jahren aber nichts, vermutete Lindner. Der Jagdvorsteher sprach von einem guten Vertrauensverhältnis zu den Jagdpächtern. Das bestätigte der Senior der Jäger, Horst Sommer. Mit 24 Stück Rehwild und 1 Fallwild sei der Abschussplan erfüllt worden. Zudem erlegten die Jäger 34 Füchse, davon hatten einige die Räude, 1 Hase, 1 Dachs, 19 Stockenten, 1 Elster, 1 Eichelhäher, 6 Rabenkrähen, es könnten mehr sein, sowie 1 Sika.

Der Wildbestand liege bis auf die Hasen im Durchschnitt. Auch Rebhühner und Fasane sehe man. Die Wildschäden hielten sich in Grenzen. Der Jagdpächter bat die Genossen, Wildschweinvorkommen umgehend zu melden. Die Bejagung mit Nachtzielgeräten hielt Sommer für nicht effektiv genug. Er bat die Jagdgenossen, Schuss-Schneisen und Blühstreifen anzulegen, um die Schwarzkitteljagd zu erleichtern.

Kassier Alois Kriechenbauer listete Einnahmen und Ausgaben auf. Die Jagdpacht wurde gleich ausbezahlt. Auf Vorschlag des Jagdvorstandes sind es drei Euro pro Hektar und Jahr (im Vorjahr 2,50 Euro). Die Auszahlung kann bis 15. April bei Kriechenbauer beantragt werden.
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