Jahrzehnte der Leidenschaft

Lokales
Floß
28.11.2014
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Die Feuerwehr Floß sagte Danke. Der Ehrenabend galt drei langjährigen Führungskräften, die die Wehr entscheidend mitgeprägt haben.

Mit Gerhard Kühner (Vorsitzender), Hubert Witzl (Kommandant), Hans Hacker (zweiter Kommandant und Jugendwart) sowie Jochen Zuber (Kassenwart) gingen vier hochrangige Führungskräfte von Bord. Ebenfalls schmerzte der überraschende Tod des Schriftführers Max Dietz.

Mit einem neuen Team geht die Wehr die kommenden Herausforderungen an. Vorsitzender Andreas Hubert und Kommandant Felix Müller sprachen ihren Vorgängern am Mittwoch im "Weißen Rössl" Dank und Anerkennung aus. Der frühere Vorsitzende Kühner stellte in einem Nachruf die Verdienste des verstorbenen Schriftführers Dietz heraus.

Zuverlässig und ruhig

Kassier Christof Lindner erinnerte an die Arbeit seines Vorgängers Zuber. Zuverlässig, ruhig und überlegt sei sein Handeln in 18 Jahren gewesen. Als Aktiver wurde er Hauptfeuerwehrmann und absolvierte die Leistungsprüfung der Stufe 3 und bei der THL die Stufe 1.

Schon mit 16 Jahren trat Kühner in Dietersdorf der Feuerwehr bei, legte alle Stufen der Leistungsprüfungen und beim THL ab und schaffte das Deutsche Feuerwehrsportabzeichen, "Er wollte in Floß kein passives, sondern ein aktives Mitglied werden", sagte Huber. Einstimmig wurde Kühner 1996 zum Vorsitzenden gewählt. Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarwehren und die Förderung der Jugend lagen ihm am Herzen. Eine weitere Herausforderung sei der Kriseninterventionsdienst gewesen. Dankbar ist Hubert, dass Kühner weiterhin der Wehr beistehen wird.

Vor 40 Jahren trat zweiter Kommandant und Jugendwart Hans Hacker der Wehr bei. Leistungsprüfungen, Ausbildungen und Seminare waren für Hacker selbstverständlich. Seine 30-jährige Jugendarbeit fand durch den Landesverband eine Auszeichnung. Hacker hatte die Software eingeführt und sich für die Anschaffung des LF 20/16 stark gemacht. Mut und Tatendrang standen ganz oben an.

Eine Berufung

"Der Leistungskatalog von Hubert Witzl, der vor 34 Jahren der Wehr beitrat, ist unerschöpflich", erinnerte Kommandant Müller. Für Witzl sei der ehrenamtliche Dienst eine Berufung gewesen. Hingabe und Leidenschaft zeichneten den früheren Kommandanten aus. Es sei sein Verdienst, dass die Wehr heute zu den stärksten in der Region zähle. Er habe richtungsweisende Entscheidungen vorgegeben und seine Söhne in den Feuerwehrdienst eingegliedert. Das außerordentliche Engagement verdiene höchsten Respekt.

"Wir sind gemeinsam den Weg gegangen", sagte Bürgermeister Günter Stich. Die Feuerwehr sei unverzichtbar, das sei auch der Bevölkerung bewusst. Verantwortung und Pflichtbewusstsein zeichneten die ausgeschiedenen Führungskräfte in hohem Maße aus. Der Dienstherr der Feuerwehr dankte mit Silbermünzen des Marktes.
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