Junge Flosser wünschen sich einen Treff im Zentrum - Asylbewerber sollen unterstützt werden
Jugend drängt in den Mittelpunkt

Lokales
Floß
09.02.2015
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Woran fehlt es Jugendlichen in Floß? Oder braucht man ein übergeordnetes Gremium im Markt für dieses Klientel? Diese und andere Fragen wollte die Junge Union gemeinsam mit Jugendlichen diskutieren. Deswegen hat sie den Versuch gestartet und ein Flosser Jugendforum ins Leben gerufen. Zwar war die Resonanz kleiner als gewünscht, dennoch wurden viele Themen besprochen und Ideen gesammelt.

Zentraler Punkt

Unter der Leitung des JU-Vorsitzenden Sebastian Kitta und mit der Teilnahme des Jugendbeauftragten des Marktes Floß, Markus Staschewski, ging es anfangs darum, mit welchen Probleme die Jugendlichen im Markt zu kämpfen haben. Die Anwesenden kritisierten, dass es viele einzelne Jugendtreffs gebe, aber nichts im Zentrum. "Unser Marktplatz ist zwar zentral gelegen, aber als Jugendtreff auch wegen der Anwohner nicht der richtige Ort", sagte Kitta. Ob es eine Möglichkeit für einen zentralen Treffpunkt im Ort gibt, müsse mit Vereinsvertretern besprochen werden. Zwei Varianten seien denkbar, wenn dieses Thema angegangen werde.

Grundlage, um tiefer einzusteigen, müsste aber ein Jugendgremium sein, das den jungen Flossern eine gebündelte Stimme gibt. Dafür müssten sich die Vereine, die Jugendarbeit betreiben, bereiterklären, das Projekt mit anzuschieben. "Es sollte aber eine Aufgabe der Kommune sein, hier die Verantwortlichen an einen Tisch zu bringen", forderte der JU-Vorsitzende.

Kitta wollte seine Veranstaltung nicht als Konkurrenz zum Ausschuss Jugend, Familie, Kultur und Sport sehen: "Die Junge Union wollte nur vorab ein Meinungsbild haben, ob ein Jugendgremium überhaupt gebraucht wird." Thema war auch die Integration. "Um Akzeptanz und Integration zu bewerkstelligen, sind Vereine das ideale Mittel", merkte Jugendbeauftragter Staschewski an. Deshalb sei es wichtig, alle Schichten in Floß in die Vereine zu integrieren.

Jahresbeiträge als Hürde

Gleiches gelte für die Jugendlichen und Kinder aus Familien der Asylbewerber. "Hier kann der Markt sicherlich finanziell und ideell unterstützen", regte Alexander Völkl an. Die Anwesenden waren sich einig, dass für einige der Jahresbeitrag zur Hürde werden könnten. "Wenn Jugendliche Spaß an einem Hobby haben, dann sollten sie das ungesehen der finanziellen Verhältnisse der Familien auch ausleben können", lautete der Appell an Vereine und Kommune.
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