Junge Union besucht Automobilzulieferer Nexans
E-Mobilität im Fokus

Lokales
Floß
06.11.2015
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"Wir sind überzeugt, dass E-Mobilität viel stärker kommen wird", sagte Thomas Kost, Leiter der Produktentwicklung bei Nexans autoelectric, bei einer Unternehmensbesichtigung der Jungen Union. Wegen der gesetzlich geforderten Reduzierung der Emissionswerte, müssten alternative Antriebe in den Fahrzeugflotten der Automobilhersteller zum Einsatz kommen. Kost geht auch von einem stärkeren Wertewandel in der Gesellschaft aus. Durch die stärkere Nachfrage würden auch die Preise für die E-Autos sinken.

Nexans habe sich für diese Entwicklung gut positioniert, erklärte Kost. Bereits 2008 war der Automobilzulieferer für die Antriebsverkabelung des E-Minis verantwortlich. "Das war strategisch eine wichtige Entscheidung und wir haben dabei viel gelernt", blickt Claudius Grüner, zuständig für den Bereich E-Mobilität, zurück. Inzwischen sei das Unternehmen Serienlieferant für den BMW i3 und i8 und konnte im vergangenen Jahr zwei weitere deutsche Premiumhersteller als Kunden in diesem Segment hinzu gewinnen.

Ein Exemplar des i3 steht im Fuhrpark der Flosser Unternehmenszentrale bereit und kann von den Mitarbeitern getestet werden. Auch die Mitglieder der Jungen Union um Ortsvorsitzende Julia Reinl durften Proberunden über das Firmengelände drehen.

Fast zwei Drittel der 450 Mitarbeiter seien Akademiker, ein Großteil davon mit technischer Ausrichtung. Die Bordnetzentwicklung sei eine interdisziplinäre Herausforderung für viele Fachbereiche und werde an Komplexität noch zunehmen. Um weiter genügend qualifizierte Fachkräfte gewinnen zu können, setzt der Automobilzulieferer auf enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen, im Bereich des Dualen Studiums mit den Hochschulen Amberg-Weiden, Ingolstadt und Landshut. Außerdem ist Nexans an der Finanzierung des neuen Masterstudiengangs "Das physische Bordnetz" an der Hochschule Landshut beteiligt.
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