Kitta will den "Mund aufmachen"

Sebastian Kitta (vorne, Mitte) ist der neue Vorsitzende der CSU Floß. Rita Rosner (vorne links) arbeitet nach zwölf Jahren an der Spitze der Christsozialen noch in der Beisitzerriege mit. Bild: bgm
Lokales
Floß
26.03.2015
5
0

Der neue CSU-Vorsitzende gibt sich kämpferisch. Verbal gab es nach der Neuwahl bereits die ersten Seitenhiebe in Richtung SPD, die bei der Kommunalwahl einbüßen mussten: "Die rote Hochburg ist gefallen."

Zwölf Jahre führte Rita Rosner die Flosser CSU an. "Es war für mich eine bewegte Zeit mit vielen Höhen und Tiefen, an denen ich gereift bin", betonte sie. Nun tritt Sebastian Kitta die Nachfolge an, über den Rosner sagt: "Er hat als JU-Vorsitzender bewiesen, dass er Leute motivieren und begeistern kann. Wir können uns glücklich schätzen, dass er ja sagt zum Ehrenamt."

"Wir geben Gas"

Landrat Andreas Meier lobte Kitta als einen "energischen Kämpfer für seine Heimat Floß." Einstimmig schenkten die 30 Stimmberechtigten dem neuen Vorsitzenden ihr Vertrauen. "Die rote Hochburg ist gefallen", sagte Kitta zum Ausgang der Kommunalwahlen 2014. "Ich finde es toll, dass wir das ,S' in CSU so groß schreiben", betonte er mit Blick auf die Seniorenbesuche und das Babybegrüßungsgeld.

Seine Amtszeit als CSU-Vorsitzender verspricht Spannung. "Ich bin einer, der den Mund aufmacht. Wir geben Gas, wir geben immer Vollgas", richtete Kitta den Blick in die Zukunft.

Fest eingeplant in den Terminkalender der CSU sind laut der scheidenen Vorsitzenden Rosner die Kranken- und Seniorenbesuche in der Weihnachtszeit, deren Anzahl zunähme. Seien es früher 70 bis 80 Adressen gewesen, die Vertreter der Führungsriege aufsuchten, so waren es vergangenes Jahr bereits rund 100. "Ihr glaubt gar nicht, was da an Dankbarkeit zurückkommt und deswegen gehen wir jedes Jahr wieder", versicherte Rosner.

Fraktionssprecher Armin Betz hatte ein Diagramm mit den Wahlergebnissen der vergangenen Jahre an die Wand projiziert. "Diese schwarze Linie geht seit Jahren bergauf und mittlerweile steil bergauf", analysierte er. "Wir haben mehr als die SPD. Das kommt nicht von ungefähr."

Mit der Umfrageaktion vor den Kommunalwahlen habe man den Bürgerwillen zum Wahlkampfthema gemacht, nicht irgendwelche Themen vorgegeben. "Der 16. März 2014 war sicherlich der Break-even-Punkt in Floß", zeigte sich der Fraktionssprecher überzeugt. Die Mitbewerber hätten teils deutlich verloren. Das Erreichen der Stichwahl im Kampf um den Bürgermeistersessel wertete Betz als "ein Zeichen". Die Zukunftswerkstatt im Februar mit parteiübergreifend fast 70 Bürgern sei ein voller Erfolg gewesen. Anfang April soll das Ergebnis präsentiert werden.

Infosystem für Kreisräte

Landrat Meier lobte die "gute, harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit" mit der SPD auf Kreistagsebene. Meier forderte, das Breitbandförderprogramm zu nutzen. Mit den Gemeinden will der Landrat Entwicklungspläne besprechen. Dann könnten bereits jetzt "Datenautobahnen" in die entsprechenden Gebiete verlegt werden. Im Landratsamt will Meier ein Ratsinformationssystem einführen, mit dessen Hilfe die Kreisräte über Tablets in Echtzeit an Informationen gelangen.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.