Kulturausschuss zeigt sich besorgt - Die Besten sollen weiterhin geehrt werden
Schrumpfprozess bei Schülern

Lokales
Floß
13.10.2014
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Der Ort hat immer weniger Schüler. Dennoch - oder gerade deshalb - soll es dabei bleiben, dass Leistung belohnt wird. Doch wo hören Spitzenwerte auf? Und wer ist wirklich gut? Fragen über Fragen, die der Kulturausschuss in seiner letzten Sitzung zu beantworten versuchte.

Seit 2010 ist der Grundgedanke, dass die besten Flosser Schüler ausgezeichnet werden. Seit 2011 werden auch Flosser Schüler an externen Schulen geehrt, so der M-Zug im Bereich des Schulverbundes, Real- und Wirtschaftsschüler sowie Gymnasiasten. Die CSU-Fraktion beantragte in der Kulturausschuss-Sitzung nun, die Regularien zu ändern, weil in der Vergangenheit zwei Ehrungen parallel stattfanden, einerseits durch die Kommune und zusätzlich durch die Junge Union, wobei beide unterschiedliche Kriterien berücksichtigten. Der Markt ehrte nur die Schulbesten, die JU alle Schüler mit einer eins vor dem Komma.

Dem schloss sich eine rege Diskussion an. Sollte die Grenze bei einem Notendurchschnitt von 1,5 liegen? Oder grundsätzlich bei einer eins vor dem Komma? Oder sollen nur Flosser Schüler geehrt werden, die unter die drei Schulbesten ihrer Schule kommen?

Anja Lehner fand den 1,5er Schnitt zu niedrig angesetzt. "Und 1,55 soll dann nicht geehrt werden?" Heinz Kett als Sachverständiger trat für eine generelle Ehrung ein, sobald ein Flosser Schüler unter den drei Besten ist, egal bei welchem Notendurchschnitt. Dieser Vorschlag fand allgemeines Wohlwollen. Die anfangs geäußerte Befürchtung, es würden zu viele Schüler werden, die für die Ehrung in Frage kämen, konnte Rita Rosner nicht teilen.

Der Mittelschulverbund Altenstadt-Neustadt-Floß hatte am 17. September getagt. Rektor Heribert Zeis zeigte die schwankenden Zahlen im Verbund im Verlauf der letzten fünf Jahre. Als bedenklich wurde der Rückgang in diesem Zeitraum am Schulstand Floß bewertet, der seit 2010 von 101 auf 77 Schüler sank. Auch Probleme durch Kinder von Flüchtlingen und Asylbewerbern wurden besprochen. Hier sind besonders die fehlenden Deutschkenntnisse erschwerend.

Klassen auffüllen

Aufgrund der niedrigen Schülerzahlen in Floß (16 bis 18 Schüler pro Klasse) regte Sebastian Kitta an, dass Neustadt und Altenstadt Schüler abgeben sollten, um die Regelklassen in Floß zu füllen. Bürgermeister Stich sah für die Zukunft Besserung, auch wenn kommendes Schuljahr nochmals eine Herausforderung sei.

Das Bürgerfest Floß ist im Marktrat eine wichtige Angelegenheit. Bürgermeister Stich äußerte seine Freude, dass die Premiere in der neuen Marktplatzanlage so gut gelungen ist und auch das Wetter passte. Sein Dank galt allen, die mit der Organisation und Durchführung zu tun hatten. Besonders Thomas Treml, dem neuen Mitarbeiter in der Bauverwaltung, sei seine "Feuertaufe" geglückt. Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben zeigt noch ein leichtes Minus von 392 Euro, wobei noch nicht alle Gebühren eingegangen seien und man auf eine "schwarze Null" hoffe. Mit dem Schwung der positiven Erfahrungen und Erkenntnisse 2014 soll nun das Bürgerfest 2015 geplant werden, das am 25. Juli stattfinden soll. Die Gestaltung wird wieder den örtlichen Vereinen, Verbänden und der Geschäftswelt überlassen. Auswärtige Anbieter werden nicht zugelassen.

Oliver Mutterer wünschte sich ein "Vereinskartell", mit dem die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Flosser Vereinen besser ablaufen würde. Bernd Meier bemerkte positiv, dass das Bürgerfest noch nie so lange gedauert habe und dass durch die örtliche Begrenztheit die Besucher nicht nur gut hin und her laufen konnten, sondern vielmehr beim Fest blieben. Zur Sprache stand ein eventueller Wechsel der Blaskapelle, vielleicht sogar eine Aufteilung zwischen einer traditionellen Kapelle am Nachmittag und einer moderneren an Abend. Die weitere Diskussion soll in der nächsten Sitzung fortgeführt werden.
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