Leere Lager, gute Preise

Lokales
Floß
01.12.2014
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Die Waldbesitzervereinigung ist mit dem Holzpreis sehr zufrieden. Vorsitzender Willi Meierhöfer und Geschäftsführer Michael Bock sprachen von einem guten Niveau. Ähnlich verhält es sich mit der Nachfrage. Aktuell gibt es kaum noch Lagerbestände.

Noch vor der Versammlung im Gasthaus Plödt in Diepoltsreuth trafen sich unter Vorsitz von Willi Meierhöfer die Obmänner der Vereinigung. Meierhöfer hieß Ehrenvorsitzenden Erich Schieder, Bürgermeister Markus Ludwig und Bankdirektor Jürgen Schnappauf willkommen und berichtete über die Neuanschaffung eines Sägeholzspalters. Immerhin können bis zu 300 Einsatzstunden in diesem Jahr erreicht werden. Der Stundeneinsatz wurde von 15 auf 20 Euro erhöht.

Viele Ehrenamtliche

Hervorragend sei die Zusammenarbeit mit allen ehrenamtlichen Kräften, ohne die es nicht möglich sei, die Vereinigung so zu führen. Das starke Bündnis mit Geschäftsführer Bock und der Flosser Forstdienststelle mit Forstoberinspektor Sebastian Höllerer tue Vereinigung und Mitgliedern gut.

Einen aktuellen Situationsbericht erstattete Geschäftsführer Bock, der die derzeitigen Witterungsverhältnisse als ideal für die Waldarbeit bezeichnete. Der Käferbefall halte sich in Grenzen. Trotzdem seien ständige Kontrollen im Wald unerlässlich. Lagerbestände kenne man kaum mehr, Sofortlieferungen an die Sägewerke seien an der Tagesordnung. Bock hielt fest, dass das für die Branche so wichtige Baugewerbe sowie die Zahl der Bauplangenehmigungen im vergangenen Quartal einen positiven Verlauf verzeichneten.

Während die Preise für Hackschnitzel durch den milden Winter und den hohen Einschnitt der Sägewerke weiterhin unter Druck stünden, habe sich die Situation bei den Sägespänen etwas entschärft. Aufgrund des Preisdrucks und des geringen Rundholzangebots war die Produktion in den beiden letzten Quartalen rückläufig. "Die exportorientierte deutsche Großsägeindustrie ist aktuell mit zwei Problemen konfrontiert", erklärte Bock. Zum einen führten Kriege und Konflikte weltweit zu massiven Auftragsrückgängen, zum anderen bringe der hohe Rundholzpreis in Deutschland einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Großsägen.

Kaum Käferholz

Zur Rundholzversorgung berichtete Bock, dass die im Frühjahr vorausgesagten Käferholzmengen zum Glück weitgehendst ausgeblieben seien und der Privatwald wenig Holz im zweiten Quartal eingeschlagen habe. Das besonders für Bauholz wichtige Langholz sei jedoch Mangelware gewesen. Aufgrund der schwierigen Situation im Export und der ungewissen Zukunft seien die Verträge mit den meisten Sägewerken bis auf weiteres auf gleichem Niveau festgeschrieben.

Schon für das erste Quartal 2015 kündigte Bock neue Preisverhandlungen an. "Zu den gefragten Sortimenten zählen Kieferstammholz, stärkere Kiefernabschnitte, Fichtenstammholz und Lärchenstammholz." Neue Preisverhandlungen für das Papierholz stehen ebenfalls an. Bei entsprechender Menge und Qualität könnten Birke, Erle, Esche, Pappel, Buche und Eiche an die Stammabnehmer vermarktet werden. Im Herbst steige erfahrungsgemäß die Nachfrage nach Brennholz. Die Waldbesitzervereinigung verkauft frisches Brennholz, zwei Meter lang, frei Waldstraße zwischen 27 und 30 Euro pro Rundmeter.

Hackschnitzel-Vorräte

Seit Anfang Oktober können wieder Hackschnitzelfür die Firma Witt Weiden geliefert werden. Die Preise für qualitativ schlechte Hackschnitzel aus frischem Gipfelholz stehen weiterhin unter Druck, da die Holzwerke gut Vorräte hätten.
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