Lob für Konsequenz

Lokales
Floß
05.11.2014
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Die Liquidation eines Vereins klingt zuerst einmal nach finanziellen Problemen. Ganz anders verhält es sich beim Bürgerverein Flosser Marktplatz. Er wurde gegründet, um die Neugestaltung der Marktplatzanlage voranzutreiben.

Diese Aufgabe ist vollendet, und konsequenter Weise hat der Bürgerverein unter Vorsitzendem Armin Betz die Auflösung beschlossen. "Der Bürgerverein hat seine Aufgabe erfüllt", betonte Bürgermeister Günter Stich und lobte: "Das Modell Neu- und Umgestaltung der Marktplatzanlage ist eine Erfolgsgeschichte und ein Leuchtturmprojekt über die Grenzen des Marktes hinaus."

Beispielhaftes Engagement

Der Verein habe das Engagement der Bürger für ihren Heimatort geweckt, so dass auch in Zukunft Aktivitäten zu erwarten seien. Sebastian Kitta lobte die Konsequenz, den Verein nach erfolgreich beendeter Arbeit aufzulösen. Auch Heinz Kett fand, dass durch die beispielhafte Zusammenarbeit des Vereins das "Wohnzimmer" des Marktes so eingerichtet sei, dass sich jeder gern darin aufhalte. "Ich denke nicht, dass für den Verein mit der Auflösung die Lichter ausgehen", fügte Robert Lindner hinzu. Sichtlich gerührt dankte Betz für die anerkennenden Worte. Es sei nicht nur eine große Verantwortung gewesen, sondern auch eine große Freude zu sehen, wie die Menschen sich einsetzten.

Nach der Auflösung will der Verein noch für ein paar Monate den Schaukasten an der Marktplatzanlage nutzten, womit der Marktrat einverstanden war. Eine Nachfolgenutzung zeichnet sich bereits ab. Der Evangelische Kirchenverein hat Interesse bekundet, den Schaukasten anzumieten. Auch Heinz Kett meldete für die FDP/UB-Fraktion Interesse an.

Die Marktplatzanlage beschäftigte das Gremium noch in weiteren Angelegenheiten. Der Ausschuss "Zukunft Floß" hat unter anderem über die Weihnachtsbeleuchtung nachgedacht. Sein Vorschlag: dem Weihnachtsbaum eine neue Beleuchtung zu verpassen. Nach einem Angebot der Firma Eberlein aus Heilsbronn würde diese samt Zubehör 1387 Euro kosten. Einige Markträte hielten diese Ausgabe für überflüssig. "Wir haben eine Christbaumbeleuchtung. Solange diese funktioniert brauchen wir keine neue", gab Anja Lehner zu bedenken. Betz wies auf die Vorteile der LED-Technik hin. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Anschaffung beschlossen.

Die Bürger anschreiben

Um das Gesamtbild stimmig zu gestalten, war der Ausschuss auch zu dem Schluss gekommen, dass die Umgebung in das Beleuchtungskonzept mit einbezogen werden sollte. Man wolle deshalb die Anwohner anschreiben und ebenfalls eine Beleuchtung anregen. Die Arbeit würden sich Gewerbering und zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer teilen. "Der Markt zahlt nur das Porto", fügte Mutterer hinzu. Er gab aber zu bedenken, dass Anfang November dafür schon sehr spät sei. Er hielt eine Komplettlösung schon 2014 deshalb für unwahrscheinlich. Er hoffe auf ein positives Ergebnis Weihnachten 2015.
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