Mit 115 Sachen durch den Ort

Viele Autofahrer halten sich nicht an die vorgegebenen 50 Stundenkilometer, wenn sie aus Richtung Plößberg kommend nach Floß hinfahren. Am Beleuchtungsmast hinter dem Ortsschild hing die Messanlage mit dem "Smiley", und die Fahrer sahen sehr oft das Gesicht mit den Mundwinkeln nach unten. Bild. fz
Lokales
Floß
01.06.2015
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Geschwindigkeitsmessungen in der Plößberger Straße haben ergeben: Viele Autofahrer sind viel zu schnell unterwegs. Trauriger Rekord sind 115 Stundenkilometer bei erlaubten 50.

"In der Plößberger Straße ortseinwärts wird nach wie vor gerast wie die S...", stellt Bürgermeister Günther Stich in der Marktratssizung fest. Er berichtete von Messungen mit Unterbrechungen in der Zeit von 6. März bis 28. April. 14 617 Fahrzeuge wurden erfasst. "Sage und schreibe 1631 Fahrer hielten sich an die 50 Stundenkilometer." Die meisten lagen im Bereich bis 60 Stundenkilometer.

Die größten Verkehrssünder

471 Autofahrer überschritten die 90 Stundenkilometer, die 100 schafften 91 Fahrer. Neun Fahrer erreichten 110 Stundenkilometer. Dies toppte noch einer mit 115. Der Rathauschef zeigte sich sicher, dass es sich hierbei um keine Fremden handelt.

Die Markträte bestimmten den früheren Ratssaal im "Alten Pflegschloss" zusammen mit dem Sitzungssaal des Rathauses als Trauungsraum. Armin Betz von der CSU/FL sprach von hervorragenden Räumlichkeiten, die Floß zum Heiraten attraktiv machen. Nach Armin Kett (FDP/UB) ist Heiraten mit "Stil" in Floß nun möglich. Siegfried Schuller (SPD) fügte süffisant hinzu, dass ihn das auch gereizt hätte, er aber dafür nicht mehr in Frage komme.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnungen 2011 bis 2013 geprüft. Vorsitzende Rita Rosner betonte, dass hierbei von der Verwaltung sehr kooperativ mitgearbeitet wurde. Bei der Prüfung legte man das Hauptaugenmerk auf die Rathaus- und Turnhallensanierung. Es ergaben sich keinerlei Beanstandungen. Den Bericht nahmen die Räte einstimmig zur Kenntnis. Ausführlich ging Bürgermeister Günther Stich auf die Ehrung der Schulbesten auf Antrag der CSU/FL vom Juni 2014 ein. Deren Sprecher Betz machte deutlich, dass die Gemeinde Leistungen von Flosser Schülern, egal an welcher Schule sie seien, würdigen sollte. Der Antrag zielte darauf hin, auch Flosser Schulkinder zu ehren, die an der jeweiligen Schule nicht unter den besten drei seien, aber die besten aus dem Markt.

Prozedere belassen

Der Bürgermeister erklärte, dass es datenschutzrechtliche Probleme gebe. Das Schulamt habe die Herausgabe von einzelnen Noten verneint. Das sei nur mit persönlicher Zustimmung möglich. Die Schulbesten erhalten von der jeweiligen Schule eine Auszeichnung, die auch in der Presse gewürdigt werde, und er als Bürgermeister sei dabei. "Das sollten wir so belassen."

Heinz Kett untermauerte, dass er als Schulleiter keine Note herausgeben würde. Robert Lindner (SPD) sah mit dem bisherigen Vorgehen die Leistungen der Schüler gewürdigt. CSU/FL-Sprecher Betz sah die Probleme und zog den Antrag zurück.
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