Mit 1,9 noch Schulbester?

Lokales
Floß
03.03.2015
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Seit September hat der Markt einen Senioren- und Behindertenbeauftragten. Mit Engagement füllt Erich Schieder die Aufgabe mit Leben. Nur die, die es betrifft, machen keinen Gebrauch von Schieders Sprechzeiten.

Die geringe Resonanz schoben die Mitglieder im Ausschuss für Familie, Kultur, Jugend und Sport auf eine Hemmschwelle bei der Bevölkerung. Deshalb kam der Vorschlag, eventuell telefonische Sprechzeiten einzuführen. Ganz deutlich kam zum Ausdruck, dass die behinderten Menschen im Markt ein Sprachrohr brauchten. Diese Erwartungen erfülle Schieder vollends. Das zeigte auch dessen Tätigkeitsbericht.

Schieder dokumentierte Teilnahmen an Festen und Gesprächskreisen von Vereinen und Organisationen und berichtete über Gespräche zur Erweiterungsmaßnahme im Senioren- und Pflegeheim "Am Reiserwinkel" oder wegen vergleichbarer Umbaumaßnahmen bei einem Geldinstitut.

Die Schaffung einer verkehrsberuhigten Zone zwischen Bahnhofsvorplatz und Martherweg brachte Schieder als Antrag beim Markt Floß ein. Die Fraktionssprecher bewerteten die Tätigkeit des Seniorenbeauftragten ausschließlich positiv.

Jugendgremium vorgestellt

Mit einem viereinhalbseitigen Schreiben hatten die Freien Demokraten und die Unabhängigen Bürger die Einführung eines Kinder- und Jugendgremiums im Markt beantragt. Darin sieht FDP/UB eine kleine Möglichkeit, die Jugend an die Heimat zu binden. Oliver Mutterer verlas den Antrag. Das Gremium soll den Charakter eines Arbeitskreises haben, dem 4 gewählte Vereinsvertreter, nicht älter als 23 Jahre, und 2 Vertreter der Flosser Grund- und Mittelschule, für die Dauer von 3 Jahren angehören. Bindeglied zum Markt soll ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sein. Der Antrag, den alle Fraktionen erhalten haben, beschreibt die Notwendigkeit der Beteiligung der Flosser Schulen, erklärt, warum man auf die Mitwirkung weiterführender Schulen verzichtet will, und warum die Legislaturperiode auf drei Jahre beschränkt wird.

Der Zeitplan der FDP/UB-Fraktion ging von einer Antragstellung im November 2014 aus. Deshalb sah der Terminplan für März bis Mai die Diskussion und Festlegung von Satzung, Aufbau, Wahlen und Organisation vor, für Juni die Rückmeldung aus den Fraktionen, für September die Entscheidung im Marktrat und für November die Wahl des ersten Kinder- und Jugendgremiums.

Bürgermeister Günter Stich nannte es nicht abwegig, vielen Punkten des Antrages 100-prozentig zustimmen zu können. CSU-Sprecher Sebastian Kitta sah die Notwendigkeit, die Vereine in die Planungen mit einzubeziehen. SPD-Sprecher Markus Staschewski sieht den Erfolg des Gremiums abhängig von der leitenden Person. "Wie kommen wir an die Jugendlichen heran?", ist für Heinz Kett (FDP/UB-Fraktion) die entscheidende Frage. Der Ausschuss einigte sich, den Antrag in den Fraktionen zur Diskussion zu stellen.

Schülerehrung Thema

Bürgermeister Stich informierte die Räte, dass der Markt Floß voraussichtlich im September 2016 eine Fachkraft für Versorgungstechnik (Wasserwart) einstellen wird.

Für Diskussion sorgte das Vorgehen bei der Ehrung der Schulbesten. Kitta schlug vor, alle Schüler bis zum Schnitt 1,9 zu ehren. Diesen Notenschnitt stellte Staschewski in Frage. Bis zum Schnitt 1,5 sei die Ehrung noch etwas "wert", meinte er. Kett, auch Schulleiter in Pleystein, regte an, die Schulbesten in Floß und aus den externen Schulen getrennt zu ehren. Gleichzeitig empfahl Kett, das Thema im Marktrat zu behandeln.
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