Nur lebenswert reicht nicht

Morgens um 8 Uhr Idylle pur auf dem Gelände an der Mühlpaint. Der Platz liegt zwar mitten im Ort, findet aber kaum Beachtung. Der Ausschuss "Zukunft Floß" denkt an einen Generationenspielplatz mit Kneippanlage. Bild: mic
Lokales
Floß
27.09.2014
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Die Botschaft des Ausschusses "Zukunft Floß" ist eindeutig: "Wir wollen zu den Gewinnerorten gehören." Damit dies gelingt, sind auch die Bürger gefragt.

Nach zweieinhalb Stunden konstruktivem Gedankenaustausch rauchten die Köpfe. Mit viel Leidenschaft und Herzblut diskutierten die Mitglieder in der ersten Sitzung des neuen Ausschusses "Zukunft Floß". Die Runde war sich einig: "Nur liebens- und lebenswert zu sein, reicht für Floß nicht mehr aus."

Besonders zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer legte sich ins Zeug und führte seinen Kollegen mit einer Power-Point-Präsentation vor Augen, warum es so wichtig ist, Ortsmarketing zu betreiben. "Wir werden weniger, älter und bunter", beschrieb er die Entwicklung der Gesellschaft. Es werde künftig Gewinner- und Verliererorte geben. "Und wir sollten zu den Gewinnerorten zählen", sagte er.

Nahversorgung wichtig

Wichtig sei es, die gute Nahversorgung zu erhalten. Auch für die Wirtschaft müsse man sich etwas einfallen lassen. "Ich weiß von vielen Flosser Betrieben, die keinen Nachfolger haben." Der Ortskern müsse lebendiger Mittelpunkt bleiben. Mutterer schlug vor, künftig die Bürger zu beteiligen. "Wir sollten Arbeitsgruppen ins Leben rufen, die sich detaillierte Gedanken machen." Menschen aus allen Bereichen können mitmachen. Seiner Meinung nach ist es wichtig, ein Leitbild zu entwickeln. "Was ist in Floß besonders? Zum Beispiel die Kirwa oder die jüdische Geschichte."

Die Räte der anderen Fraktion stimmten Mutterer zu. Markus Staschewski regte an, auch den sozialen Aspekt nicht zu vernachlässigen. Für Harald Gollwitzer war es ebenfalls wichtig, den Bürger mitzunehmen. "Doch wir müssen erst diskutieren, wie wir uns das genau vorstellen", sagte er.

Während Mutterer die Begriffe Ortsmarketing und -entwicklung nicht trennen wollte, sah Armin Betz dies etwas differenzierter. "Floß sollte ein Entwicklungskonzept bekommen." Fördergelder könnten aus Töpfen des Freistaats, des Leader-Projekts, der Dorferneuerung oder dem Städtebauförderprogramm stammen. Er verwies auf einen Termin mit einem Städteplaner am 11. Oktober. Erst nachdem man sich umfassend informiert habe, sollte entschieden werden, welches Konzept für Floß in Frage komme. Betz machte noch einmal deutlich, dass sich die CSU eine Wiederaufnahme ins Städtebau-Förderprogramm wünsche.

Kleine Ziele setzen

Zustimmung fand auch Staschewskis Vorschlag, sich nicht in großen Konzepten zu verlieren, sondern sich ein kleines Ziel für 2015 zu setzen. Bis zur nächsten Sitzung am 23. Oktober wollen sich alle Gedanken machen, wer sich künftig um was kümmert.
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