Nur nicht abstumpfen

Lokales
Floß
16.11.2014
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"Frieden zu leben bedeutet, Konflikte zu lösen, ohne dem Nachbarn nach dem Leben zu trachten." Jeder könne Frieden fördern, im Privatleben, im Beruf, aber auch in der Kommunalpolitik.

Diese Mahnung rief Stabsfeldwebel a. D. Hans Eismann den Teilnehmern an den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag zu. Der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft 1870 appellierte an die Zuhörer, nach außen hin wachsam zu bleiben und nicht abzustumpfen gegenüber Gewalt, die immer noch allgegenwärtig sei.

Ein eindrucksvoller Zug der Vereine und Verbände bewegte sich am Samstagabend mit Begleitung der Blaskapelle Flossenbürg vom Feuerwehrhaus zum Kriegerdenkmal, wo die Reservistenkameradschaft Flossenbürg die Ehrenwache stellte. "Ihr fordert den Frieden" sang der gemischte Chor des Liederkranzes 1862.

Nicht nur die Weltkriege hätten unvorstellbares Leid in Europa und Übersee gebracht. Es gelte, den Opfern zu gedenken und gegen das Vergessen zu demonstrieren. Um der Lebenden willen, müsse der Frieden das höchste Gut bleiben. "Die Frage nach dem Warum muss sich unsere Gesellschaft immer wieder stellen", meinte Bürgermeister Günter Stich. Der Volkstrauertag sei nicht nur ein Tag der Toten, sondern auch ein Tag der Lebenden. "Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah, aber für das, was in der Geschichte daraus wird." So habe es der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker treffend formuliert. Verantwortung sei auch ein deutliches Nein zu Aufmärschen der Rechten. Vor Gewalt und Terror fliehen Menschen, die auch in Floß Asyl gefunden haben. Täglich gehe die Flucht vor Gewalt weiter und kein Ende sei in Sicht, mahnte Stich. Mit Mitgliedern des VdK legte er Kränze am Ehrenmal niedergelegt.
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