Parker Problem für Feuerwehr

Lokales
Floß
05.02.2015
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Buben und Mädchen, die auf einmal in einer dunklen Turnhalle stehen. Autos, die auf beiden Seiten einer Straße parken und somit der Feuerwehr das Leben schwer machen. Diese und viele andere Themen brennen den Bürgern aus Floß unter den Nägeln.

Die Bürgerversammlung stieß auf großes Interesse. 76 Männer und Frauen kamen in den Sitzungssaal des Rathauses. Alle schüttelten den Kopf über die Geschichte, die Gerald Dorner erzählte. Denn wenn die Drei- bis Sechsjährigen in der Schulturnhalle Sport treiben, geht immer wieder plötzlich das Licht aus. Wenn das passiert, hilft nur noch eines - wild herumsausen. Bis zu fünf Minuten dauere es, bis die Finsternis wieder vergehe, erzählte Dorner. Bürgermeister Günther Stich erklärte, dass das Licht über Bewegungsmelder gesteuert sei. Anscheinend seien die Kinder zu klein und der Winkel der Bewegungsmelder nicht darauf eingestellt, dass sie erfasst werden. Stich kündigte an, mit dem Hausmeister zu sprechen. Bei der Versammlung nutzten die Bürger die Chance, noch viele weitere Themen anzusprechen.

Bernd Münchmeier forderte, den Straßenzustand des Erlenweges zu überprüfen. Bürgermeister Stich teilte mit, dass die Fraktionen bereits Anregungen dazu eingereicht haben. Stich könnte sich eine Lösung wie im Lindenweg vorstellen. Also keinen Vollausbau, weil sonst Beiträge für die Anwohner anfallen würden.

Oiver Kunz interessierte sich für den aktuellen Stand der Schulsanierung. Bürgermeister Stich erklärte, dass die Fraktionen ein besonderes Augenmerk auf den Standort Floß legen würden, um diesen zu halten. Das vorliegende Konzept einer Generalsanierung sei beschlossen und gehe an die Regierung der Oberpfalz. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 2,2 Millionen Euro. Der Gemeindechef sagte: "Warten wir ab, was die Regierung sagt."

Thomas Sommer sprach die Situation in der Bahnhofsstraße an, in der Autos auf beiden Seiten parken dürfen. Sommer sieht das Seniorenheim als "Verursacher" und kritisierte, dass dieses noch erweitert werde, sich allerdings niemand um die Parkplatzsituation kümmere. Der Bürgermeister schlug vor, entsprechende Markierungen zu setzen. Hans Eismann brachte den Einwand, dass der Turnverein eine Entlastung anbieten könnte. Eismann wollte aber einer Entscheidung, die in der Vorstandssitzung zu fällen ist, nicht vorgreifen. Feuerwehrkommandant Felix Müller forderte ein einseitiges Parkverbot: "Es gab schon Fehlalarmierungen im Seniorenheim, und wir kamen mit unseren Fahrzeugen nicht durch." Der Rathauschef zeigte sich bei der Versammlung optimistisch, dass hier eine Lösung gefunden wird.

Kommandant Müller bemängelte auch die Funktion der Brandmeldeanlage in der Schule. Es gebe zudem keine Ersatzteile mehr. "Wir fahren im Jahr drei Einsätze, die die Brandmeldeanlage auslöst - und nichts ist passiert", sagte Müller. Nicht nur die Flosser würden dann ausrücken, sonder auch noch die Neustädter. Laut Bürgermeister Stich ist die Brandmeldeanlage der Schule Teil des Komplexes, der erneuert wird.

Oliver Kunz fragte nach der Zielsetzung in Sachen Energiewende an: "Gibt es eine Richtung, oder kann jeder einen Grund und einen Investor findet, machen was er will." Der Bürgermeister verwies auf die Marktratssitzung vor einer Woche: "Faktisch sind wir wieder auf Null." Stand der Dinge sei, dass auf der 54 Quadratkilometer großen Gemeindefläche jedes privilegierte Vorhaben möglich sei. Der Markt habe dann keinen Einfluss mehr.

Wolfgang Lang thematisierte den Breitbandausbau für das Umland. Bürgermeister Stich drückte das Problem folgendermaßen aus: "Viele Ortschaften und wenig Häuser." Die Gemeinde sei von Kosten von einer Millionen Euro ausgegangen. Nun sei man bei 1,44 Millionen Euro angekommen. Der Zuschuss bleibt bei 950 000 Euro. Floß sei im Programm und bekomme die Förderung, sagte Stich. Aber ob alles, was geplant ist, umgesetzt werden kann, sei fraglich. Es gelte, die Rückmeldungen auf die Ausschreibung abzuwarten.

Wolfgang Lang wollte wissen, ob die 22 Schilder, die in der Straße Ziegelhütte angebracht sind, wieder entfernt werden. Stich versprach, sich mit dem Straßenbauamt in Verbindung zu setzen.

Joachim Wagner interessierte sich für die Brücke Niedernfloß. "Die Genehmigung der Regierung ist da. Nun müssen wir sagen, wie es weitergeht", erklärte der Bürgermeister.

Helmut Münchmeier habe den Eindruck, dass bei Grabarbeiten - etwa für Strom- oder Telefonleitungen - keine Abnahme erfolge. Bürgermeister Stich sagte dazu: "Es sind Vertragsfirmen, die sich keine großen Fehler leisten können. Denn sonst kriegen sie die Aufträge von der Telekom oder Eon zum Beispiel nicht mehr." Auch die Gemeinde kümmere sich um eine "kleine Abnahme" und "moniert schon mal".
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