Pater Marek informiert über Gräberkultur in aller Welt - Lichter Zeichen der Hoffnung
Den Tod wertschätzen

Lokales
Floß
26.11.2015
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"Der Tod gehört zum Leben." Mit diesem beeindruckenden Lichtbildervortrag wartete Pater Marek Kolodziejczyk vom Kloster St. Felix beim katholischen Seniorenkreis im Pfarrheim St. Josef auf.

Seine Bildserie begann der Franziskaner-Minorit mit einer Kreuzigungsgruppe. Das Kreuz begleite uns im Leben. Es bedeute Gottes Heil und Kraft. Am Karfreitag müsse man einen Schritt weitergehen. "Es gehört zur christlichen Pflicht, Tote zu begraben. Die Menschen geben ihre Toten der Erde zurück. Die Erdbestattung orientiert sich an der Grablegung Jesu Christi und der Auferstehung als das größte Wunder auf Erden an", sagte der Referent.

Grabmale und Friedhöfe zählten zu den wesentlichen Bestandteilen unserer Kultur. Sie spiegelten Vergangenes wider und zeugten von wichtigen historischen Ereignissen und gesellschaftlichen Veränderungen. Das machte der Geistliche durch seine Bilder und Erzählungen über die Art der Beerdigungen, von der sarglosen Bestattung bis hin zum Grabstein, deutlich.

Dass unser Glaube mit den Juden beginne, stehe unverrückbar fest. Der seit dem 18. Jahrhundert als Symbol des Judentums geltende Davidstern ziere viele Grabsteine. Die Akzeptanz der Feuerbestattung festigte sich im 20. Jahrhundert. " Friedhöfe werden durch Mahnmale und Gedenksteine immer reicher und sollen Ausdruck der Wertschätzung des Todes sein", sagte der Neustädter Kaplan. Dabei gebe es so manche Übertreibung. Beeindruckend waren die Fotos von Soldatenfriedhöfen. Zu sehen waren auch Friedhofsanlagen in Russland, Asien, Afrika, Japan, Indien und Arabien. Lichter an den Gräbern seien Zeichen des verlängerten Gebetes und der Hoffnung.
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