Ran an den Fördertopf

Lokales
Floß
03.12.2015
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"Das ist genau der Punkt, wo wir hinwollen", sagte SPD-Sprecher Robert Lindner zum Einstieg in die zweite Phase des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Die Marktgemeinde wird dazu den Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderprogramm 2016 stellen. Und sich damit neue Mittel erschließen.

Von einer "überwältigenden Reaktion" auf die Haushaltbefragung sprach Bürgermeister Günter Stich. Über 600 Fragebögen waren ins Rathaus zurückgekommen. Das freute auch CSU-Mann Armin Betz: "Es ist für uns phantastisch zu sehen, wie engagiert die Bürger mit den Themen unserer Marktgemeinde umgehen."

Die Idee für ein "besonderes Kunstprojekt" kam vom Planungsbüro Leuninger und Michler, das zur Verwirklichung die Kunstakademie München mit einbeziehen will. Von der Regierung der Oberpfalz gab es bereits positive Signale für die Förderfähigkeit. Robert Lindner regte zudem die Einbindung der Kulturwerkstatt Kalmreuth an. Die Regierung wird um Aufnahme in die Förderung gebeten.

Facebook-Seite für Floß

Um möglichst viele Flosser auf dem Laufenden zu halten, regte der Ausschuss "Zukunft Floß" die Einrichtung einer Facebook-Seite an. "Es soll eine Facebook-Seite für Floß sein, um die jungen Leute zu erreichen", erklärte Zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer. Rund 600 Flosser seien auf Facebook unterwegs. Für diesen Vorschlag gab es grünes Licht.

"Gelbes Licht" gibt es in Floß und zwar speziell in der Adventszeit. Denn die Markträte beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung fortzusetzen. "Jedes Jahr folgt ein weiterer Teil. Die Kette wird vervollständigt. Das ist eine Bescherung in Fortsetzung", freute sich Robert Lindner.

"Rund um die Uhr sind die Leute erreichbar", anerkannte Betz die Leistung der neugegründeten Helfer vor Ort. Der Markt hat bereits eine Spende von 200 Euro zugesagt. Auch die Markträte sind einverstanden.

Nochmal Geld locker machen will die Gemeinde für den Breitbandausbau. Den Antrag, weitere unterversorgte Ortsteile einzubinden, stellte bereits Anfang November die SPD-Fraktion. Im ersten Verfahrensschritt wurden nämlich die Förderhöchstgrenzen nicht erreicht. Rund 350 000 Euro könnten abgerufen werden, wenn der Markt nochmal Eigenmittel aufwendet. Damit waren die Gemeinderäte einverstanden. Die Firma IK-T Manstorfer und Hecht aus Regensburg soll den zweiten Förderschritt einleiten.

Bäume schneiden

Von der CSU kam der Vorschlag, einen eigenen Kostenansatz für professionelle Baumpflegemaßnahmen in den Haushalt einzustellen. "Es geht darum, dass Floß seine Bäume fachgerecht pflegen lässt." Damit ließen sich Fehlentwicklungen vermeiden und ein schönes Ortsbild sichern, erläuterte Betz. Die CSU geht aufgrund einer Vergleichsrechnung von jährlichen Kosten von 1500 Euro aus.

Im Jahr 2008 habe der Bürgermeister bereits einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet, erinnerte Eli Dreßler (SPD). "Leider war dieser Antrag damals von CSU und FDP/UB abgelehnt worden", sagte Dreßler. FDP-Sprecher Heinz Kett bat, aus dem Thema keine überzogene Baustelle zu machen - "auch keine politische". Gegen den Antrag gab es ohnehin keine Einwände.
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