Rhythmischer Kennenlernabend für Asylbewerber ganz ohne Dolmetscher
Das Beste, was Freunde tun können, ist tanzen

"Freundschaft" symbolisieren die gekreuzten Hände der Asylbewerber beim ersten Tanzabend des Arbeitskreises Asyl im evangelischen Gemeindehaus. Bild: gt
Lokales
Floß
11.09.2015
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Zu einem ersten gemeinsamen Tanzabend hatte der Arbeitskreis Asyl ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. Die Idee zu diesem Folkloreabend kam von den Grafenreuther Volkstänzern Gisela und Helmut Bock.

"Der Zuspruch war hervorragend", freute sich Pfarrerin Lisa Weniger. 20 Asylbewerber waren der Einladung gefolgt. Obwohl es wahrscheinlich das erste Zusammentreffen der Wohngemeinschaften aus der Kirchstraße und der Unteren Bachgasse war, klappte die Verständigung hervorragend.

Zur Einführung wurde der "Irische Reigen" mit schnellen und langsamen Schritten in einfacher Form geprobt. Es folgten Tänze aus Serbien, dem Balkan, Ungarn, Griechenland und Russland. Ein Dolmetscher war nicht nötig. Weniger: "Musik überbrückt alle Grenzen."

Sofort waren alle Asylbewerber dabei, die von Gisela Bock gezeigten Schritte mitzutanzen. Wenn es einmal nicht so klappte, lachten alle herzlich. Auch die Asylbewerber führten Tänze aus ihrer Heimat vor.

Zuerst ging es in den Kosovo und nach Albanien gefolgt von den rhythmischen Schritten, die man in Pakistan kennt. Zum Schluss fotografierten sich die Asylsuchenden gegenseitig mit gekreuzten Händen, einem Zeichen der Freundschaft. Schnell war man sich im Arbeitskreis Asyl einig, weitere Veranstaltungen, die der Zusammenführung der Asylbewerber dienen, unter Einbeziehung der Flosser Bevölkerung abzuhalten.
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