Riesenärger: Kläranlage eine Müllhalde

Lokales
Floß
07.07.2015
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Klärwärter Rainer Spickenreuther berichtet von besorgniserregenden Zuständen in der gemeinsamen Kläranlage Floß/Flossenbürg. "Was da mitunter ankommt, hat nichts mehr mit Abwasserbeseitigung zu tun."

Windeln mit Inhalt, ganze Putzlappen und Sanitärzellstoffe sind fast schon an der Tagesordnung. Die Anlage wird auch immer wieder mit Mengen von Blut, Öl, Ölrückständen, Fetten, Küchenabfällen und hellen Zuflüssen, was auf Farbe oder Milch hindeutet, erheblich belastet. Verstopfungen und Schäden an der Anlage und im Reinigungsprozess sind die Folge. Diese unerlaubt eingeleiteten Materialien bedeuten nicht nur viel Arbeit für den Klärwärter bei der Reinigung der Anlagenteile, sondern gefährden auch erheblich den Klärbetrieb. Im Gesetz sind ausdrücklich diese Stoffe verboten, die in letzter Zeit vermehrt in der Kläranlage ankommen. "Eigentlich müsste man darauf nicht extra noch hinweisen", ärgert sich der Flosser Bürgermeister Günter Stich.

Er bittet die Bevölkerung um mehr Umweltbewusstsein. "Die Toilette und die Kanalisation sind keine Abfalltonnen." Diese Einrichtung muss mit dem Geld der Bürger aufwendig unterhalten werden.

Umweltsünder ermitteln

Stich betonte, dass man die "Umweltsünder und Unvernünftigen" ermitteln und zur Verantwortung ziehen werde, sollten die Verschmutzungen weiter anhalten.
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