Einfach mal warten
Gemeinderat trifft erst später Entscheidung über umstrittene Fußgängerampel

Noch zwei Wochen dauert der Probebetrieb der Fußgängerampel. Danach soll feststehen, wie oft und wann die Straße überquert wird. Erst dann fällt die Entscheidung, ob der Markt in der Freiherr-von-Liechtenstern-Straße eine festinstallierte Ampel bekommt. Bild: le
Politik
Floß
10.06.2016
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Die Vielzahl der Zuhörer am Donnerstag im Sitzungssaal hatte wohl erhofft, mehr zur Ampel zu erfahren. Stich betonte indes, dass der Pressebericht im Neuen Tag am 8. Juni eigentlich die ganze Problematik schon aufgezeigt habe. Er selbst wünsche einen Zebrastreifen, erklärte der Rathauschef, aber Sicherheit biete laut Fachbehörden nur die Ampel.

"Wäre es keine Staatsstraße, sondern eine Gemeindestraße, dann wäre da längst schon ein Zebrastreifen", betonte das Marktoberhaupt. Nun gelte es, den Probebetrieb abzuwarten, um mit entsprechenden Daten die Beratung zielgerichtet fortsetzen zu können. Das werde in der nächsten Sitzung so weit sein. Der Probebetrieb läuft noch 14 Tage. So lange sollte man abwarten, waren sich die Fraktionen einig.

Die Feuerwehr Floß feiert 2018 ihr 150-jähriges Bestehen, informierte der Bürgermeister. Am 4. September werde ihr neues Auto gesegnet. Der OWV bat um Genehmigung, seine Sonnwendfeier in der Freizeitanlage "Mühlpaint" abhalten zu dürfen. Das wurde einstimmig befürwortet. Von seiten der CSU/FL kam der Hinweis dazu, dass keine Rauchbelästigung für die Anwohner auftreten sollte.

Für die nächste Sitzung kündigte Stich mit Blick auf die Starkregenereignisse der letzten Tage die Beratung über ein mögliches Hochwasserschutzkonzept an. SPD-Sprecher Robert Lindner brachte dies als SPD-Antrag 2014 in Erinnerung.

Stolz ist der Bürgermeister auf die Gemeindebücherei. Eine Auswertung stuft sie als eine der erfolgreichsten Kleinbibliotheken Bayerns ein. Bei den Ausleihzahlen ohnehin überdurchschnittlich, legte sie im Vorjahr noch einmal um 29 Prozent zu. Das sei ein Verdienst der Beschäftigten.

Wäre es keine Staatsstraße, sondern eine Gemeindestraße, dann wäre da längst schon ein Zebrastreifen.Günter Stich über den Ampel-Probebetrieb


Nur auf dem Papier GeschäftsführerDer Sprecher der CSU/FL-Fraktion, Armin Betz, fragte Bürgermeister Günter Stich, ob Geschäftsleiter Reinhard Gayer auch für den Kommunalbetrieb Leuchtenberg in führender Position arbeitet. Er sei darauf von Bürgern angesprochen worden, die dies in der Zeitung gelesen hätten. Stich erläuterte dazu, dass der Markt Leuchtenberg im Herbst 2015 ganz schnell ein Kommunalunternehmen gründen musste, um so an der Ausschreibung für einen Solarpark entlang der Autobahn teilnehmen zu können.

Leuchtenberg selbst fand keinen Geschäftsführer. Auf Bitten von Bürgermeister Anton Kappl habe sich Gayer als Notnagel zur Verfügung gestellt. Er habe diese Funktion aber lediglich auf dem Papier. Leuchtenberg kam bei der Ausschreibung im Dezember nicht zum Zug, folglich besteht deren Kommunalunternehmen nur mehr pro forma weiter. Dies sei auch ein Akt interkommunaler Zusammenarbeit, sagte Stich. Betz begründete seine Anfrage mit dem Hinweis, dass die Personallage des Marktes ja eigentlich angespannt sei. (fz)
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