Floß soll schöner werden
Marktrat beschließt Förderung

Baufällige Fassaden im Ortskern, wie hier am Luitpoldplatz, sollen in Floß bald der Vergangenheit angehören. Der Marktgemeinde hat einstimmig für eine Richtlinie gestimmt, die bis zu 20 000 Euro Zuschuss zu Instandsetzungsarbeiten gewährt. Bild: bgm
Politik
Floß
18.09.2016
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Auf bis zu 20 000 Euro Zuschuss von der Gemeinde können Eigentümer von Liegenschaften im Ortszentrum hoffen, wenn sie ihre Fassaden streichen, Zäune erneuern oder Fenster und Türen austauschen. Das befürwortet der Gemeinderat einstimmig.

Die Richtlinie "über die Vergabe von Zuwendungen zur Gestaltung privater Fassaden- und Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes Ortskernentwicklung" sieht Zuschüsse von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten vor; maximal 20 000 Euro. Geld gibt es für die Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden mit ortsbildprägendem Charakter. Dazu zählen Hausfassaden einschließlich Fenster und Türen, Dächer und Dachaufbauten sowie Bauteile von kulturhistorischem Wert, Hoftore und Hofeinfahrten bis hin zu Einfriedungen und Treppen. Nach Möglichkeit sollen die Sanierungen mit energetischen Verbesserungen verbunden sein. Die Gemeinde greift erst ins Geldsäckel, wenn die Gesamtkosten 5000 Euro überschreiten.

Ein Passus, der einen Vergleich von drei Handwerkerangeboten vorsah, um das günstigste auswählen zu können, wurde auf Antrag von CSU-Sprecher Armin Betz in eine Soll-Vorschrift abgeschwächt.

"Wenn die Städteplaner sagen, dass der Preis ortsüblich ist, dann müssen keine weiteren Pferde scheu gemacht werden", stimmte auch Bürgermeister Günter Stich zu. Mit dem Förderprogramm, das bis 31. Dezember 2018 befristet ist, will die Gemeinde den historischen Ortskern positiv beeinflussen.

Um die Regelungen im Detail vorzustellen, will Marktrat Harald Gollwitzer mit der Beratungsgruppe Ortsentwicklung eine Informationsveranstaltung abhalten.

Keine Ampel"Die Ampel hat sehr viel Wirbel ausgelöst. Aber es wird keine geben und es kann auch keine geben aufgrund der Zahlen", stellte Bürgermeister Günter Stich zum Ampelprobebetrieb in der Freiherr-von-Lichtensternstraße klar. Die Verkehrszählungen hatten ergeben, dass die Nutzung der Test-Ampel "keinesfalls" den Dauerbetrieb rechtfertigen würde. Die Änderung einer ministeriellen Mustersatzung hat Auswirkungen auf Floß. Es gibt Neuerungen bei der Wasserabgabesatzung sowie der Beitrags- und Gebührensatzung für die Wasserversorgung. Bei den Herstellungskosten müssen die Flosser laut Stich mit einer geringfügigen Gebührenerhöhungen rechnen. (bgm)
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