Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept in Floß hängt von den Bürgern ab
Jetzt werden alle Flosser gefragt

Politik
Floß
22.09.2015
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Fest steht, in irgendeiner Weise werden die Flosser demnächst einen Fragebogen bekommen. Ob er per Post im Briefkasten landet oder von Mitgliedern der Beratungsgruppe Ortsentwicklung vorbeigebracht wird, ist offen.

Die Idee mit dem Fragebogen geht auf die Sitzung des Ausschusses Zukunft Floß am 27. August zurück. Das Büro Leuninger und Michler von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) hatte einen ersten Entwurf erstellt. In der Sitzung ist laut Bürgermeister Günter Stich vereinbart worden, dass die Beratungsgruppe Ortsentwicklung bei der Erstellung und Umsetzung der Fragebögen mitarbeitet.

Harald Gollwitzer (CSU) meinte, dass die Aufgabenstellung noch nicht ganz klar sei. Zunächst soll festgelegt werden, wie der Fragebogen aussehen soll. So sei etwa zu klären, ob es für das Flosser Land den gleichen geben soll wie für den Markt. SPD-Fraktionssprecher Robert Lindner sagte, dass er sich von der GMA etwas mehr erwartet hätte. "Jetzt bleibt die Arbeit anscheinend bei uns."

Lenkungsgruppe zu groß?

"Das stimmt so nicht", meinte Oliver Mutterer (FDP/UB). Mehrere Leute hätten zugesagt, dass sie bei einer Verteilung helfen würden. Davon sei Leuninger begeistert gewesen. Anderenfalls wäre auch der Versand möglich gewesen. "Der Erfolg eines ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) hängt von der Beteiligung der Bürger ab", betonte Bürgermeister Stich. In irgendeiner Form würden daher alle Flosser in Kürze einen Fragebogen erhalten.

Ebenfalls in der August-Sitzung des Ausschusses Zukunft Floß hatten Stadtplanerin Annegret Michler und Dr. Stefan Leuninger den Vorschlag gemacht, eine Lenkungsgruppe zu installieren. Zu deren Aufgaben gehören die Fortentwicklung des Handlungskonzeptes, die Vernetzung der Mitglieder und die Behandlung von Projektanträgen nach dem Start des Gesamtprojekts. Der Lenkungsgruppe würden alle Mitglieder des Ausschusses Zukunft Floß, Leuninger und Michler von der GMA sowie ein Vertreter der Regierung der Oberpfalz angehören. In vier bis fünf Wochen sollen noch weitere Teilnehmer, vor allem Vertreter der Bürger, festgelegt werden. "Ich kann's nicht ganz nachvollziehen, weil für mich eine Lenkungsgruppe in dieser Größe eigentlich lenkunfähig ist", sagte Markus Staschewski (SPD). Der Vorschlag passe nicht mit dem zusammen, was man sich im Zukunfts-.Ausschuss überlegt habe. "Es bleibt im Prinzip alles, wie es ist", beschwichtigte Mutterer. Mit ein paar Leuten mehr würden noch mehr Ideen in den Ausschuss kommen. Mit der Gegenstimme von Staschewski beschloss der Marktrat die Lenkungsgruppe.

Auch der Auftrag zur Digitalisierung des Flächennutzungsplanes geht an die GMA. Das Angebot für 1850 Euro sei annehmbar, informierte Stich. Der Marktrat ermächtigte den Rathauschef einstimmig zur Vertragsunterzeichnung.
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