Aufräumen nach der Flosser Kirwa
Müde nach Partymarathon

Es ist (fast) geschafft: Nach vier Tagen Dauereinsatz müssen die Helfer des Ländlichen Burchenvereins noch aufräumen. Dann ist auch die Flosser Kirwa 2016 Geschichte. Bilder: bgm (2)
Vermischtes
Floß
30.08.2016
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Ausgelassen hatten viele Feiernde auf den Bierbänken getanzt. Das hielt nicht jede Bank aus. Vorsitzender Martin Krichenbauer (links) und seine Helfer blicken auf einen ganzen Haufen entzweigebrochener Bänke.

Zehn Stunden habe er zwischen Donnerstag und Montag geschlafen, rechnet Christoph Bär, der zweite Vorsitzende des Ländlichen Burschenvereins, zusammen. Als Barchef war er im Festzelt während der Flosser Kirwa kaum entbehrlich.

Am Dienstag, dem ersten Tag nach dem viertägigen Mega-Event, blicken Bär und Vorsitzender Martin Krichenbauer zufrieden auf die vergangenen Tage zurück. Von der ausgelassenen Feier am Vorband zeugen angetrunkene Bierflaschen, nur halb geleerte Maßkrüge und angegessene Steaksemmeln, die die Gäste auf Stehtischen und Bierbänken zurückgelassen haben. Bis Freitag, schätzt der Burschen-Boss, werden das Zelt und der Bürocontainer abgebaut, der ganze Müll sowie die letzten Überreste des Festes beseitigt sein.

Schwerstarbeit


Vier Tage lang haben der Vorstand und alle aktiven Mitglieder Schwerstarbeit geleistet, waren bis auf kurze Schlafpausen am Ausschank und mit dem Abspülen beschäftigt, mussten am Morgen die Überreste des Vortages beseitigen und entzweigebrochene Bierbänke austauschen. Meist dauerte es bis vier Uhr morgens, bis auch die letzten Gäste in der Bar davon überzeugt werden konnten, dass es allmählich an der Zeit wäre, den Heimweg anzutreten. Trotz der Arbeitsbelastung sei es zwischen den Burschenvereinsmitgliedern aber zu keinen Spannungen gekommen. "Der Schichtplan hat gut funktioniert", bestätigt Krichenbauer.

Den größten Besucheransturm verzeichneten die Organisatoren am Montag, sowohl beim Frühschoppen als auch abends. "Das war für uns der Höhepunkt, dass gestern Abend nochmal so gut gefüllt war", freut sich der erste Vorstand. Schon am Vormittag seien viele Gäste mit dem Linienbus angereist. Um neun Uhr standen die Gäste bereits Schlange, obwohl die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes erst um halb zehn die Pforten öffneten. Besonders schön sei es gewesen, dass um halb elf auf einmal der ganze evangelische Kindergarten samt den Krippenkindern auf dem Festplatz stand.

Woher die Gäste im Einzelnen kamen, kann auch Krichenbauer nicht sagen. "Es wäre interessant, die Postleitzahlen abzufragen. Dann könnten wir Gutscheine für die weiteste Anreise verteilen", plant der Cheforganisator für die nächste Kirwa, die sein Verein in zwei Jahren wieder auf die Beine stellen wird. Auch das Sicherheitskonzept sei aufgegangen. Die Security-Mitarbeiter kontrollierten mitgebrachte Handtaschen besonders sorgfältig. Weil aber mehr Personal gebucht wurde, mussten die Besucher keine längeren Wartezeiten in Kauf nehmen. "Es gab nur kleinere Sanitätseinsätze und kleinere Rangeleien, die durch die Security sofort entschärft werden konnten", betont Krichenbauer.

Viel Verständnis


Nur im Außenbereich waren einige Heimkehrer wohl doch etwas übermütig. Sechs Verkehrszeichen wurden herausgerissen und geklaut. "Das war nicht so schön, weil darunter auch die Sicherheit leidet", sagt der Burschenchef. Mit Lieferanten und Anwohnern hat dagegen alles geklappt. "Wir finden es gut, dass die Anwohner so viel Verständnis zeigen." Besucher, die etwas verloren haben, können über die Internetseite des Burschenvereins Kontakt aufnehmen. Unter anderem wurden mehrere Personalausweise gefunden.
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