Baugenossenschaft "Eigenheim" zieht Bilanz
Gradmesser für Marktmieten

Nach der Ergänzungswahl tragen sie weiterhin Verantwortung im Vorstand und Aufsichtsrat (von links): Helmut Völkl, Thomas Stetter, Bernd Meier, Hans Lindner, Siegfried Schell, Walter Wirth und Fred Lehner. Bild: le
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Floß
24.05.2016
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Die Baugenossenschaft "Eigenheim" als größte Hauseigentümerin und Vermieterin im Markt will weiterhin Wohnungen zu niedrigen Preisen anbieten. Das versprach Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer.

Vor einem Jahr gab es viele Mieterwechsel: 16 waren es 2015. Laut Mauerer liegen diese in der Veränderung der familiären Verhältnisse, zu großen oder zu kleinen Wohnungen und den notwendig gewordenen Ausschlüssen von Mitgliedern, die ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen seien. Die Leerstandsquote betrug am Jahresende 7,1 Prozent, was einen Mietausfall von über 16 000 Euro verursachte.

Aktuell sind 67 Mietwohnungen mit zentralen Heizungsanlagen ausgestattet. Als nächstes ist das Anwesen Hardtheim 11 an der Reihe. Die Netto-Mieterlöse liegen durchschnittlich bei 3,20 Euro pro Quadratmeter und damit an der untersten Grenze der Mietpreise im Markt. Die Genossenschaft sei nach wie vor der Gradmesser der Marktmieten. Verbessert habe sich die Zahlungsmoral, so dass sich Mietrückstände in Grenzen halten. Was auch der Prüfungsverband bestätigte, sei die Tatsache, dass die Verwaltungskosten gegenüber vergleichbaren Genossenschaften unterdurchschnittlich seien.

Mauerer erläuterte zudem, dass die Aufwendungen immerhin 105 704 Euro betrugen. Dazu kommen Kosten für Instandsetzungen von über 76 700 Euro. Feststeht, dass es erst im Jahr 2018 wieder eine Mieterhöhung geben werde. Zugestellt werden in Kürze die Abrechnungen der Betriebs- und Heizungskosten. Nachzahlungen sind bis 30. Juni zu leisten. Betreut werden derzeit 7 Eigentümergemeinschaften mit 26 Eigentumswohnungen im Wohnbaugebiet "Puppberg".

Mauerer erläuterte das derzeit laufende Vorhaben der 8 barrierefreien Mietwohnungen, von denen bisher 6 vergeben sind. Noch im Spätsommer sollen sie bezugsfertig sein. Die Genossenschaft wünsche sich, dass erst dann neu vermietet werde, wenn die Baustelle, einschließlich der Außenanlagen, verschwunden ist. Neugestaltet wurde der Eingangsbereich bei den Anwesen Hardtheim 13 bis 20 mit einem Kostenaufwand von über 19 000 Euro. Damit verbunden war ein Grunderwerb vom Straßenbauamt. Herausgestellt hatte die Vorstandsvorsitzende, dass nach dem Ergebnis der gesetzlichen Prüfung die Vermögens-und Finanzlage geordnet sei.

Zufriedenstellend sei auch die Ertragslage, zumal eine turnusgemäße Mieterhöhung - alle zwei Jahre - ansteht. 14 Neuzugänge und 17 Abgänge hat es gegeben. Am 31. Dezember waren es 164 Mitglieder mit 180 Anteilen. Auf den Jahresabschluss eingehend wurde festgestellt, dass Aktiva und Passiva mit 3,53 Millionen Euro ausgewiesen sind. Der Jahresüberschuss beträgt 90 550,32 Euro, wovon 75 000 Euro der Bauerneuerungsrücklage zugeführt wurden. Der Bilanzgewinn beträgt somit 15 550,32 Euro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Helmut Völkl, verabschiedete sich in der Mitgliederversammlung von seinem Amt.

Er sei bemüht gewesen, nach bestem Wissen und Gewissen die Aufgaben zu erfüllen und empfinde Genugtuung, dass er die Genossenschaft über 40 Jahre begleiten habe können.

EhrungenSeit über 40 Jahren leistet Helmut Völkl ehrenamtlichen Dienst im Aufsichtsrat und ist Vorsitzender des Gremiums. Als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat engagiert sich auch Hans Lindner . Seit 20 Jahren nimmt Walter Wirth das Mandat im Aufsichtsrat ein.

Bereits 1966 erhielt Alfons Lehner das Vertrauen als Mitglied im Aufsichtsrat und übt das Ehrenamt des Schriftführers aus. Er konnte an der Versammlung nicht teilnehmen. Die Ehrung wird nachgeholt. Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer bezeichnete die Jubilare als Säulen der Genossenschaft.

Berater Fred Lehner, zu dessen Zeit als Vorstandsvorsitzender die Jubilare ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnahmen, hielt fest, dass es ohne dieses großartige Vertrauensverhältnisses nicht möglich gewesen wäre, das zu schaffen, was heute die Genossenschaft auszeichnet. (le)
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