Brauhaus Floß startet Produktion
Ersten Sud gibt es am Bürgerfest

Harald Schaller (rechts) hofft dass der gasbetriebene Rechenbrenner in den nächsten Tagen nach dem Einbau unter dem Sudkessel für die nötige Hitze sorgt. Bis dahin braut Ludwig Koch das Festbier auf der kleinen Anlage, die früher in Schallers Raststation im Einsatz war. Bilder: Götz (2)
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Floß
21.06.2016
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Der Wurstkesselduft ist verflogen in der ehemaligen Metzgerei Aichinger. Stattdessen zieht seit Dienstag der süßliche Geruch von Maische durchs neue Flosser Brauhaus.

1972 wurde das letzte Bier in Floß gebraut. Dann schloss die "Bergler-Bräu". Das Kommunbrauhaus war schon Jahre vorher abgerissen worden. Eine Fortsetzung fand die 600 Jahre alte Brautradition in Harald Schallers Raststation. Jetzt dampfte erstmals der Kessel im neuen Brauhaus an der Floß.

Bierprobe vor der Feier


Noch ist die große 10-Hektoliter-Anlage nicht verrohrt. Doch mit mehreren Suden auf dem kleinen zweimal 1,5 Hektoliter-Kochtopf-Kocher stellt Brauer Ludwig Koch die Bierversorgung fürs Bürgerfest am 30. Juli sicher. Zur Bierprobe mit einem 30 Liter Fass wolle die Gemeinde ein paar Tage vor der großen Sause die Markträte und die Verantwortlichen der beteiligten Vereine laden.

Koch nennt das bevorstehende Bürgerfest ein Mammutprojekt für das Brauereibaby. "Wenn wir das haben, sind wir gewappnet für die Zukunft." Mit dem Start des regulären Bierverkaufs rechnet der Brauer im August oder September.

Qualität aus der Region


Für den großen Kessel und den Läuterbottich zeichnen der Flossenbürger Schlosser Michael Pentner und der Flosser Spenglermeister Georg Zscherner nach den Plänen von Koch verantwortlich. In den Räumen an der Ecke Graf-Gebhard-Straße und Obere Bachgasse stehen mittlerweile die neue Flaschenwaschmaschine und der -abfüller sowie der Apparat zum Verschließen mit Kronkorken. Beide Kühlhäuser sind fertig. Es fehlen noch die Verrohrung und einige Edelstahlarmaturen.

Zwei gebrauchte Hochleistungspumpen wurden überholt und sollen nach dem Einbau die Würze vom Sud in den Läuterbottich hochdrücken sowie die Verbindung in die Kühlräume herstellen. 500 grüne Kästen haben die beiden Kompagnons angeschafft, 500 weitere in Amberg bestellt. Bei den Fässern griffen sie zum Teil auf gebrauchte vom Brauhaus Pirk zurück, die übrigen lieferte ein Händler aus Pressath.

"Der Bau ist etwa vier Wochen dem Zeitplan hinterher", bestätigt Harald Schaller. Einmal habe es einen Wasserschaden im Brauhaus gegeben und beim Umbau habe man einige morsche Balken an der Decke gefunden. Außerdem sei die Sonderproduktion der Brauanlage aufwendiger gewesen, als gedacht. Für die Genehmigung der Bierstube und des Außenbereichs müsse er noch einige Unterlagen nachliefern, berichtete Schaller.

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