Bürokratie ärgert die Kleintierzüchter

Berthold Fröhlich (Zweiter von rechts) ist Vorsitzender der Kleintierzüchter und in diesem Bereich selbst erfolgreich. Bild: le
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Floß
18.03.2016
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Vorsitzender Berthold Fröhlich ist einer der erfolgreichsten Züchter im Kleintierzuchtverein. Er war schon bayerischer und deutscher Meister und nahm an CFC-Germany- und CFC-Europaschauen teil.

Wie lange das noch anhält, steht auf einem anderen Blatt, denn die Jahreshauptversammlung machte deutlich, dass die Kleintierzüchtern viele Hürden bewältigen müssen. Von Willkür und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen auf behördlicher Ebene war die Rede. "Langsam frisst uns die Bürokratie auf", sprach Fröhlich die Schauverbote und Sperren aufgrund der Vogelgrippe an.

So müssen künftig alle Veranstaltungen, die mit Tieren zu tun haben, rechtzeitig angemeldet werden. Dies gelte für Kleintiermärkte, Lokalschauen, selbst für das Kinderferienprogramme, wenn Tiere gezeigt werden. "Der Sach- und Fachkundenachweis ist so gut wie bedeutungslos. Der Einfluss durch die Vogelgrippe erschwert die Zuchtarbeit." Doch die Kleintierzüchter wollen den Kopf nicht in den Sand stecken. Der Verein könne auf Einsatz, Ideenreichtum und Zusammenhalt bauen.

Großteil über 60


Bei sieben Todesfällen, zwei Austritten und elf Neuaufnahmen zählt der Verein 311 Mitglieder. Allerdings sind 282 über 60 Jahre alt. Märkte, Maibaumaufstellen, Wanderungen, Lokalschau, Züchterabend und Wirtetreffen füllten das reichhaltige Jahresprogramm.

Breiten Raum nahmen die Berichte der Zuchtwarte ein. Reiner Bergler, (Geflügel) berichtete über die Landesschau. Die Jungtieraufzucht bereitete einige Probleme. Ringwart Werner Witzl erläuterte die Ringbestellung für Hühner, Zwerghühner, Tauben, Enten, Gänse und Ziergeflügel. Immerhin seien 375 Ringe angefordert worden. Gerd Herfurth (Kaninchen) zählt derzeit 5 Alt- und 3 Jungzüchter mit 137 Tieren. Mit Erfolg habe der Verein an Bezirks- und Landesschauen teilgenommen.

Ein herausragendes Ergebnis präsentierte Fröhlich als Zuchtwart für Tauben. Noch war es möglich, 24 Tauben in 2 Rassen bei der Lokalschau zu zeigen. Bei den überörtlichen Schauen holte er mit den Startauben "Silberschuppe" die bayerische Meisterschaft. Mit den Startauben "Silberschuppenmönch" darf er sich deutscher Meister bei der VDT-Schau in Leipzig nennen. Einen 7. und 13. Platz gab es bei der CFC-Europaschau und den ersten Platz bei der Schau des CFC-Germany für die jungen weißen Täubern.

Zwölf Märkte im Jahr


Jugendwartin Sandra Rüth erinnerte an das Ferienprogramm, während Marktmeister und zweiter Vorsitzender Peter Rösch von zwölf Jahrmärkten in der Kleintierhalle berichtete. Das mache den Verein über die Region hinaus bekannt. Freiwillige Helfer erbrachten 170 Stunden. Was erwirtschaftet wurde, ging in die Vereinskasse. Und das waren immerhin nahezu 7000 Euro. Im Weiher des Vereins werden nur noch Fische gehalten. 32 Kilo Karpfen und 40 Kilo Schleien konnten an den Fischereiverein Altenhammer abgegeben werden, berichtete Bergler. Zurückgetreten ist Gerätewart Erich Schulz, dessen Aufgabe künftig Norbert Rauch übernimmt.

Nahezu ausgeglichen sind die Einnahmen und Ausgaben, worüber Kassier Josef Schaller Rechenschaft abgab. Das Zahlenmaterial bestätigten Birgit Götz und Anni Witzl. Derzeit stehe die Dachsanierung an. Die Photovoltaikanlage gleiche sich in Einnahmen und Ausgaben durch Verrechnung der Stromkosten aus.

Gute Arbeit, festen Zusammenhalt, die Liebe zum Tier und die überregionalen Kleintiermärkte zeichnen den Verein aus, hielt Bürgermeister Günter Stich in seinem Grußwort fest.

Schutzwall zum Baugebiet


Breiten Raum nahmen Informationen des Vorsitzenden, Diskussionen über Erschwernisse bei der Zucht und die Anlegung eines Schutzwalls am Vereinsgelände in Höhe des angrenzenden Wohnbaugebietes "Am Zehenthof" ein. Dazu nahm Stich Stellung. Die Herbstversammlung der Rassekaninchenzüchter Kreis IV wird am 16. Oktober in Floß abgehalten. Die Lokalschau ist für 12. und 13. November eingeplant.
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